Der Kreml zielt auf WhatsApp und Telegram — was hat Russland neu erfunden.
Der russische Diktator Wladimir Putin fordert ein Verbot der Nutzung ausländischer Software auf dem Gebiet Russlands bis 2025. Messenger, die in 'unfreundlichen Ländern' entwickelt wurden, darunter WhatsApp und Telegram, sind betroffen.
WhatsApp und Telegram unter dem Risiko der Blockierung
WhatsApp, das zu Meta gehört, läuft Gefahr, in Russland blockiert zu werden, da das amerikanische Unternehmen als 'extremistische Organisation' anerkannt wurde. Für Telegram, das russische Wurzeln hat, aber einen hohen Grad an Unabhängigkeit von der Regierung genießt, ist der Status derzeit unbestimmt.
„Die Situation mit Telegram ist ebenfalls unklar: Obwohl der Messenger russische Wurzeln hat, macht seine angeblich 'unabhängige' Haltung und die Weigerung, mit der Regierung zusammenzuarbeiten, seinen Status unbestimmt“ — heißt es in der Mitteilung.
Als Antwort darauf hat die russische Regierung einen neuen Messenger namens Max von VK geschaffen, zu dem bereits allen Beamten befohlen wurde, überzugehen, und der einige Merkmale schadhafter Software aufweist.
„Allen Beamten wurde befohlen, zu Max zu wechseln. Die Anwendung hat vollen Zugriff auf das Mikrofon, die Kamera, Kontakte, Geolokalisierung und Dateien. Sie lässt sich nicht mit Standardmethoden deaktivieren, verwendet Root-Zugriff und systemeigene jar-Dateien – Merkmale schadhafter Software. Die Daten werden automatisch an Server übermittelt, die mit VK verbunden sind, welches den russischen Geheimdiensten untersteht“ — fassten die Dienste der Außenaufklärung zusammen.
Auch der Vorsitzende der Werchowna Rada der Ukraine, Ruslan Stefanchuk, äußerte seine Meinung zur möglichen Blockierung des Messengers Telegram in der Ukraine.
Die Politik der Beschränkung der Nutzung ausländischer Software in Russland könnte die Kommunikation von Millionen von Nutzern erheblich beeinträchtigen. Die Messenger WhatsApp und Telegram könnten in dem Land vollständig blockiert werden, und der neue Messenger Max von VK ist bereits bereit, jeden Schritt der Nutzer mit mehreren zusätzlichen privaten Daten zu überwachen, die automatisch an Server übermittelt werden, die mit den russischen Geheimdiensten verbunden sind.
Lesen Sie auch
- Chinas wirtschaftlicher Griff: Putins Abhängigkeit wächst von 10 auf 40 Prozent
- Kraftstoffmangel in Russland: Putin räumt Probleme ein – Tankstellen schließen oder rationieren Sprit
- Ohne Zugeständnisse kein Stopp: Putin hält an Kriegskurs fest – Russland leidet unter Treibstoffmangel und sinkenden Umfragewerten
- Parlamentspräsident bestätigt Rücktritt von Premierministerin Svyrydenko – wie geht es weiter?
- Putins Regime am Abgrund: Opposition warnt vor schwerster Krise
- Warum Putin laut Ex-Botschafter Israels keine Wahl bleibt: Die komplette Mobilmachung als letzter Ausweg

