Russland setzt auf Freiwillige statt neuer Zwangsrekrutierung.
Strategiewechsel in Moskau
Nach Angaben von UATV: Die russische Führung konzentriert sich derzeit nicht auf eine neue Mobilisierungswelle, sondern will stattdessen verstärkt Freiwillige anwerben. Dies deutet auf eine strategische Anpassung im anhaltenden Konflikt hin. Laut Denis Popowitsch sollen in diesem Jahr rund 409.000 Vertragssoldaten gewonnen werden.
Am 9. März 2023 erklärte Popowitsch:
„Nach heutigem Stand ist nicht erkennbar, dass der Kreml-Diktator Putin eine Mobilisierung plant.“Er präzisierte die Zielzahl:
„Das sind etwa 409.000 Personen.“Zum Vergleich: Im Jahr 2022 wurden 406.000 Menschen mobilisiert, nachdem die Mobilmachung am 21. September 2022 verkündet worden war.
Rechtlich weiterhin in Kraft
Popowitsch fügte hinzu:
„Die Zahlen geben keinen Anlass zu der Annahme, dass Russland eine Mobilisierung durchführen will.“Gleichzeitig schloss er sie nicht völlig aus:
„Behaupten, dass es völlig unmöglich ist, würde ich nicht.“Formal ist die Mobilisierung in Russland nicht beendet, da kein offizielles Dekret zu ihrem Abschluss erlassen wurde. Die Schwerpunktsetzung verlagert sich jedoch deutlich auf die Werbung von Berufssoldaten.
Dieser Fokus auf Freiwillige könnte ein Versuch sein, die begrenzten personellen Ressourcen effizienter zu nutzen und den Kampfwert der Truppen zu erhöhen. Die andauernde formelle Mobilisierungslage belastet jedoch weiterhin die Stimmung in Bevölkerung und Armee. Diese strategische Neuausrichtung ist für die weitere Entwicklung des Konflikts von entscheidender Bedeutung.
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