Russlands Staatskasse leert sich: Goldreserven werden veräußert, um Rekorddefizit zu stopfen.
Kreml in der haushaltspolitischen Zwickmühle
Nach Angaben von UATV: Die russische Führung sieht sich gezwungen, ihre Gold- und Edelmetallbestände zu verkaufen. Grund ist ein massiver Einbruch der Öleinnahmen, der bereits drei Budget-Nachbesserungen erzwungen hat. Das Haushaltsdefizit für 2025 wird sich voraussichtlich verfünffachen. Konkret werden die Öleinnahmen im kommenden Jahr um 24 Prozent schrumpfen. Experten prognostizieren ein Defizit von 15 Milliarden US-Dollar bereits im Januar 2025; bis Jahresende könnte es die Marke von 75 Milliarden Dollar überschreiten. Diese Entwicklung verdeutlicht die tiefgreifenden wirtschaftlichen Verwerfungen.
Gold als Notgroschen – Exporte nach China explodieren
Die liquiden Mittel des Nationalen Wohlfahrtsfonds haben sich seit Kriegsbeginn bereits um zwei Drittel verringert. Dieser finanzielle Engpass treibt den Kreml nun zum Ausverkauf seiner Goldreserven. Für das erste Halbjahr 2025 sind geplante Verkäufe im Wert von 19 Milliarden Dollar bekannt. Parallel dazu hat sich der Export von Gold nach China dramatisch erhöht: Für 2025 werden 25,3 Tonnen erwartet – ein Anstieg um 800 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese massive Steigerung zeigt, wie dringend Russland Devisen benötigt.
Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten und die Notwendigkeit, das riesige Haushaltsloch zu stopfen, offenbaren die gravierenden finanziellen Herausforderungen der russischen Regierung. Die Situation ist nicht allein auf externe Faktoren wie den Ölpreisverfall zurückzuführen, sondern auch auf innenpolitische Weichenstellungen. Der massive Goldverkauf nach China mag die wegbrechenden Öleinnahmen kurzfristig kompensieren, macht das Land aber zugleich abhängiger von ausländischen Märkten zur Stützung der eigenen Reserven.
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