Militärexperte erklärt: Warum sich Russlands Truppen in Kupjansk in Kellern verstecken müssen.
Die Lage in Kupjansk
Nach Angaben von UATV: Während der Kreml behauptet, Kupjansk stehe unter russischer Kontrolle, berichten ukrainische Militärs von Besatzern, die sich in Kellern und steinernen Verstecken verschanzen. Der Militärexperte Denys Popowytsch äußerte sich am 19. Januar 2023 zu dieser Diskrepanz. Seiner Analyse zufolge offenbart das Verhalten der russischen Soldaten deren prekäre Lage und Verwundbarkeit.
Popowytsch führt aus, dass die bloße Anwesenheit russischer Truppen in diesen Unterkünften es den Generälen in Moskau erlaubt, Kontrolle zu behaupten. Gleichzeitig zeige sich selbst in der russischen Kriegspropaganda zunehmend Unmut, weil die verbreiteten Erfolgsmeldungen nicht der Realität vor Ort entsprächen. Die Situation verdeutlicht die Kluft zwischen Propaganda und tatsächlicher Frontlage.
'Selbst die russische kriegsunterstützende Propaganda regt sich darüber auf, dass man ihnen einen Bären aufbindet' - Denys Popowytsch
Der Experte beschreibt die russischen Einheiten als weitgehend sich selbst überlassen, mit äußerst begrenzten Handlungsoptionen:
'Ihnen blieb nur die Wahl, sich zu ergeben oder zu sterben' - Denys Popowytsch
Dies sei ein deutliches Zeichen für die Krise, in der sich die russische Armee in dieser Region befinde, und stehe symbolisch für das Scheitern der Kreml-Strategie.
Ukrainische Gegenoffensive
Das Institute for the Study of War (ISW) meldete unterdessen, dass ukrainische Streitkräfte ihre Positionen im Raum Kupjansk und Pokrowsk ausgebaut und Geländegewinne erzielt hätten. Dies belege die aktiven und erfolgreichen Operationen der ukrainischen Armee als Antwort auf die russischen Versuche, die besetzten Gebiete zu halten.
Die Entwicklungen um Kupjansk zeigen eine dynamische Frontverschiebung, bei der die ukrainischen Truppen durch offensive Aktionen die Initiative gewinnen. Die Schutzsuche der russischen Kräfte in Kellern lässt auf mangelnde Strategie und niedrige Moral schließen. Diese Ereignisse deuten auf weitere Veränderungen im Konfliktverlauf hin, insbesondere vor dem Hintergrund der stabilen ukrainischen Verteidigung und ihrer Fähigkeit zu weiteren Vorstößen.
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