Ab April: Weniger und kürzere Stromausfälle in der Ukraine erwartet.
Wann die Stromsperren kürzer werden
Nach Angaben von Novyny.live: Der Generaldirektor des Energieversorgers YASNO, Serhij Kowalenko, rechnet damit, dass sich die Lage bei den geplanten Stromabschaltungen in der Ukraine im April 2024 entspannen wird. Seiner Einschätzung nach wird der Energiemangel im Land durch zusätzliche Solarstromerzeugung und einen sinkenden Verbrauch, unter anderem weil weniger Heizgeräte genutzt werden, zurückgehen.
„Warum sage ich April? Weil der April der Monat ist, in dem wir bereits die höchste Erzeugung haben, die Wasserkraft auf recht hoher Leistung läuft, die Solarstromerzeugung bereits arbeitet und unser Verbrauch maximal niedrig ist.“
— Serhij Kowalenko
Der YASNO-Chef wies jedoch auch darauf hin, dass die Situation weiterhin angespannt bleibt.
„Es kann alles Mögliche passieren, sowohl Schlechtes als auch Gutes. Ich würde jetzt nicht darüber sprechen, weil die Schäden sehr groß sind, sowohl bei der Erzeugung und vor allem sind die Netze schwer getroffen.“
— Serhij Kowalenko
Ein wichtiger Termin ist der 1. März 2024, an dem die Finalisierung der ukrainischen Energiewiederaufbaustrategie geplant ist. Die Intensität der Angriffe der Russischen Föderation auf die ukrainische Energieinfrastruktur übertrifft im Jahr 2023 die der Vorperioden. Vor diesem Hintergrund ist Europa bereit, die Ukraine bei der Reparatur und dem Wiederaufbau der Energieinfrastruktur zu unterstützen, was die Lage im Energiesektor verbessern könnte. Die anhaltenden russischen Angriffe stellen nach wie vor die größte Herausforderung für das Stromnetz dar.
Die für April 2024 erwartete Verbesserung der Abschaltpläne wäre ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung der Energielage im Land. Ein geringerer Verbrauch und mehr Strom aus erneuerbaren Quellen könnten die Verfügbarkeit von Elektrizität für die Bevölkerung deutlich erhöhen. Angesichts des Ausmaßes der Schäden und der fortbestehenden Bedrohungen wird die Wiederherstellung jedoch Zeit und erhebliche Anstrengungen des Staates und seiner internationalen Partner erfordern.
Lesen Sie auch
- Staat springt ein: Bis zu 16 Millionen Griwna für zerstörte Betriebe in Odessa
- 500 Millionen für die Heizsaison: Wie Charkiw sich auf neue russische Angriffe vorbereitet
- Gehaltserhöhung für Soldaten auf bis zu 460.000 Griwna: EU-Kredite dafür tabu
- Hauptursache der Inflation in der Ukraine benannt: Diese Bevölkerungsgruppen trifft es am härtesten
- Kriegskosten treiben Russland in die Haushaltskrise: Defizit von 6 Billionen Rubel
- Europas Gebrauchtwagenmarkt: Chinesische E-Autos verlieren rasant an Wert – nach drei Jahren nur noch 38 Prozent

