Ab Juli 2023: Höhere Renten für Tschernobyl-Einsatzkräfte – bis zu 12.390 Griwna möglich.
Rentenaufbesserung für behinderte Tschernobyl-Helfer
Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Pensionsfonds zahlt ab Juli 2023 erhöhte Renten an Menschen mit Behinderung, die als Teilnehmer der Katastrophenfolgen-Beseitigung von Tschernobyl anerkannt sind. Konkret erhalten Berechtigte dann 12.390 Griwna monatlich. Grundlage dafür ist das Gesetz 1584-IX, das die Mindestrenten für diese Gruppe regelt.
Während die reguläre Mindestrente in der Ukraine bei 2.595 Griwna liegt, bekommen Schwerbehinderte mit Tschernobyl-Status deutlich mehr. Für die erste Behinderungsgruppe sind 100 Prozent des Durchschnittsgehalts vorgesehen – das entspricht im Jahr 2026 voraussichtlich 20.653 Griwna. Die zweite Gruppe erhält 16.522 Griwna, für die dritte Gruppe ist eine garantierte Mindestzahlung von 12.390 Griwna festgelegt.
In diese garantierten Beträge fließen nicht nur die Grundrente ein, sondern auch Zuschläge, Sonderzahlungen, eine zusätzliche Rente, gezielte finanzielle Hilfen und die Inflationsanpassung. Der Berechnungsfaktor liegt bei 2,09334, was die Höhe der Zahlungen für diese Personengruppe zusätzlich beeinflusst. Es ist wichtig zu wissen, dass die Auszahlung automatisch erfolgt – ein gesonderter Antrag ist nicht nötig.
Staatliche Fürsorge und soziale Absicherung
Die Neuregelung zur Rentenerhöhung für behinderte Tschernobyl-Einsatzkräfte ist ein bedeutender Schritt, um diese Bevölkerungsgruppe gezielt zu unterstützen.
Mit dieser Entscheidung unterstreicht der Staat seine Verantwortung gegenüber den Menschen, die bei der Beseitigung der Katastrophenfolgen des Reaktorunglücks von Tschernobyl ihr Leben und ihre Gesundheit riskiert haben.
Die höheren Rentenzahlungen können die finanzielle Lage dieser besonders schutzbedürftigen Gruppe spürbar verbessern. Fachleute erwarten, dass diese Anpassung als Modell für künftige Reformen des ukrainischen Rentensystems dienen könnte, um den sozialen Schutz der Bürger weiter zu stärken.
Lesen Sie auch
- Wohnzuschuss in der Ukraine: Neue vereinfachte Beantragung per Smartphone-App
- Hackerangriff legt Behindertenaufschub lahm: Ukrainer vorerst von Online-Diensten abgeschnitten
- App 'Reserv+' setzt Bestätigung von Behinderungen vorerst aus – so läuft die Beantragung von Zurückstellungen jetzt
- Arbeit darf kein Hindernis sein: Wann Angehörigenpflege zur Befreiung vom Militärdienst berechtigt
- Neue Regeln für die Zustellung von Einberufungsbescheiden in der Ukraine: drei Varianten und Geldstrafen bis zu 25.500 Griwna
- 2026: Neue Fahrpreisregeln für Rentner – diese Verkehrsmittel bleiben kostenpflichtig

