Litauens klare Haltung: Boykott der Paralympics 2026 wegen russischer und belarussischer Flaggen.
Keine Teilnahme an den Paralympischen Spielen 2026
Nach Angaben von UATV: Die litauische Regierung wird die Paralympischen Spiele 2026 in Italien boykottieren. Ministerpräsidentin Ingrida Šimonytė gab am 19. Februar bekannt, dass sie die Veranstaltung nicht besuchen wird, solange russische und belarussische Athleten unter ihren Nationalflaggen antreten. Sie betonte dabei die Notwendigkeit, das ukrainische Volk zu unterstützen und europäische Einheit zu zeigen.
Die Winterspiele finden vom 6. bis 15. März in Mailand und Cortina d’Ampezzo statt. Sechs russische und vier belarussische Para-Sportler sind für einen Start unter ihren Landesflaggen gemeldet. Diese Entscheidung stößt in Litauen auf Unverständnis, da bei den Olympischen Spielen zuvor 13 russische und sieben belarussische Athleten nur unter neutraler Flagge zugelassen waren. Die unterschiedliche Handhabung der beiden Sportgroßereignisse wird kritisch gesehen.
'Ich hatte eine Reise geplant, um unsere paralympischen Athleten und das Komitee zu unterstützen. Diese Reise wird nicht stattfinden. Unseren Sportler, der Litauen vertritt, werden wir hier in Litauen ehren müssen.' Ingrida Šimonytė
Šimonytė fügte hinzu: 'Wir brauchen Einheit und Standhaftigkeit angesichts jeglicher Provokationen. Wir müssen klar sagen, dass wir in Europa geeint sind und an den Sieg der Ukraine glauben.' Mit dieser Haltung bekräftigt Litauen seine konsequente Linie gegenüber russischen und belarussischen Sportlern auf der internationalen Bühne. Die Position des Landes ist seit Beginn des Krieges unverändert.
Breite Unterstützung in der Region
Der litauische Schritt spiegelt die vorherrschende Meinung in den baltischen Staaten und Osteuropa wider. Viele Länder lehnen die Teilnahme russischer und belarussischer Sportler an internationalen Wettkämpfen aufgrund des militärischen Angriffs auf die Ukraine entschieden ab. Als einer der stärksten Unterstützer der Ukraine pocht Litauen auf die Wahrung von Fairness und ethischen Grundsätzen im Sport. Die internationale Solidarität gegen die Aggression wird als zentrales Anliegen betont.
Diese Entscheidung könnte auch andere Sportler und Nationen beeinflussen und sie dazu bewegen, ihre Haltung zu Wettkämpfen zu überdenken, die im Widerspruch zu den olympischen Prinzipien stehen. Sie setzt ein deutliches Signal über den Sport hinaus.
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