Ukrainischer Ombudsmann kritisiert Mängel bei Musterungsverfahren.
Mängel bei der Mobilmachung in der Ukraine
Nach Angaben von TSN.ua: Der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez hat gravierende Verstöße bei der Einberufung von Wehrpflichtigen angeprangert. Seiner Aussage nach werden bei den Militärärztlichen Kommissionen (VLC) oftmals überstürzte Entscheidungen getroffen. Mitarbeiter der Rekrutierungszentren (TZK) würden medizinische Unterlagen nicht ausreichend prüfen, was schwerwiegende Folgen für die Betroffenen haben könne.
Lubinez betonte, dass die Tauglichkeitsuntersuchungen der Wehrpflichtigen oder Soldaten häufig nicht ordnungsgemäß durchgeführt würden. Stattdessen fielen die Entscheidungen über ihre Diensttauglichkeit in atemberaubend kurzer Zeit. Besorgniserregend sei, dass diese Urteile oft ohne nachvollziehbare Begründung erfolgten.
'Es werden manchmal Entscheidungen getroffen, bei denen die Verantwortlichen nicht einmal erklären können, worauf sie basieren' – Dmytro Lubinez.
Besonders alarmierend ist die Situation bei ukrainischen Bürgern mit gesundheitlichen Einschränkungen, etwa Rückenproblemen, die dennoch für Sturmeinheiten eingeteilt werden. Lubinez stellte klar: 'Wenn ein Bürger tatsächlich ein medizinisches Hindernis hat, warum schreiben wir ihn dann in Sturmtruppen ein, wo er doch auch anderen Einheiten zugeteilt werden könnte?' Die Militärärztlichen Kommissionen sind eine zentrale Instanz, um die physische Eignung für den Dienst zu bewerten.
- Eine gründliche Untersuchung und Überprüfung der medizinischen Unterlagen ist dringend erforderlich.
- Die Lösung der Mobilisierungsprobleme ist sowohl für die Armee als auch für die Gesellschaft von großer Bedeutung.
Die Stellungnahme von Dmytro Lubinez unterstreicht die Notwendigkeit, Menschenrechte auch in militärischen Verfahren zu wahren, insbesondere unter den Bedingungen einer Mobilmachung. Diese Missstände erfordern eine umgehende Lösung, um den Schutz der Bürgerrechte während der Einberufungsprozesse zu gewährleisten.
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