Menschen, Biber und Gibbons: Die Wissenschaft hat festgestellt, wer am monogamsten ist.
Nach Angaben von ТСН: Laut neuen Forschungen ähneln Menschen in Bezug auf Monogamie, die durch langfristige Beziehungen gekennzeichnet ist, eher Bibern und Weißhandgibbons als Schimpansen. Wissenschaftler verglichen die Anzahl der Verwandten und Halbschwestern und -brüder bei verschiedenen Säugetierarten.
Die Ergebnisse dieser Studie wurden in der Zeitschrift Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences veröffentlicht.
Früher war es schwierig, die Monogamie von Menschen aufgrund kultureller Unterschiede zu bewerten. Daher beschlossen die Forscher, die genetische Verwandtschaft des Nachwuchses zu betrachten. Bei monogamen Tieren haben Nachkommen in der Regel enge Verwandte, während bei polyganen Arten häufiger Halbschwestern und -brüder vorkommen.
Studie über verschiedene Menschengruppen
Wissenschaftler analysierten Daten von 103 vorindustriellen Menschengruppen – von steinzeitlichen Bauern in der Türkei bis hin zu modernen Jägern und Sammlern aus Tansania. Die gesammelten Daten wurden mit Informationen über 70 Säugetierarten verglichen.
Nach der Bewertung stehen Menschen an siebter Stelle unter den 11 monogamsten Arten und befinden sich zwischen Bibern (73 % leibliche Geschwister) und Weißhandgibbons (63 %). Bei Menschen beträgt der Anteil der leiblichen Geschwister 70 %.
Vergleich mit Schimpansen
Zum Vergleich liegt dieser Wert bei Schimpansen und Gorillas nur bei 4-6 %.
Es ist bemerkenswert, dass Menschen sich unter anderen monogamen Tieren durch die Fähigkeit auszeichnen, enge Bindungen zwischen Weibchen zu bilden, die gleichzeitig Nachkommen haben können. Bei den meisten monogamen Arten paaren sich Paare einzeln oder nur ein Paar ist zu einem bestimmten Zeitpunkt für die Fortpflanzung verantwortlich.
Daher zeigen die Ergebnisse der Studie, dass Monogamie selbst in der Tierwelt unterschiedlich ausgeprägt ist. Menschen nehmen eine Zwischenposition zwischen verschiedenen Arten ein, was auf die Komplexität sozialer Beziehungen und den großen Einfluss kultureller Normen hindeuten könnte. Diese Entdeckung unterstreicht auch die Bedeutung genetischer Forschungen für das Verständnis der evolutionären Aspekte von Beziehungen bei Menschen und Tieren.
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