Warnung aus Minsk: Lukaschenko mahnt Armenien zum Verbleib in der Eurasischen Wirtschaftsunion.
Lukaschenkos eindringlicher Appell an Eriwan
Nach Angaben von Espreso.tv: Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat Armenien davor gewarnt, die Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU) zu verlassen. Diese Warnung äußerte er im Vorfeld der für den 7. Juni 2026 angesetzten Parlamentswahlen in Armenien. Während eines Gipfeltreffens der EAWU in der kasachischen Hauptstadt Astana betonte Lukaschenko, dass sein Nachbarland äußerste Vorsicht walten lassen müsse. Dabei zog er einen direkten Vergleich zum Schicksal der Ukraine.
„Die Armenier müssen sehr vorsichtig sein, damit sie nicht, Gott bewahre, wiederholen, was in der Ukraine passiert ist.“ - Alexander Lukaschenko
Internationale Bühne und innenpolitische Dynamik
Diese Aussage fällt in eine Phase intensiver politischer Spannungen in Armenien. Während Lukaschenko die Gefahren eines Austritts aus dem von Russland dominierten Bündnis beschwor, erhielt der amtierende Premierminister Nikol Paschinjan unerwartete Unterstützung aus dem Westen. Der ehemalige US-Präsident Donald Trump sicherte Paschinjan seine Unterstützung für die anstehenden Parlamentswahlen zu.
„Ich unterstütze den amtierenden Premierminister von Armenien, Nikol Paschinjan, bei den Parlamentswahlen.“ - Donald Trump
Die Entwicklung in der Südkaukasusregion bleibt damit nicht nur im Fokus der lokalen Akteure, sondern auch der Weltpolitik. Die Wahlen in etwas mehr als zwei Jahren könnten die Weichen für die zukünftige Ausrichtung Armeniens zwischen östlichen und westlichen Bündnissen neu stellen. Die unterschiedlichen Signale aus Minsk und Washington verdeutlichen, wie sehr das kleine Land zum Schauplatz geopolitischer Interessen geworden ist.
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