Moldaus Präsidentin warnt: So versuchte der Kreml, die Kontrolle über das Land zu erlangen.
Moldaus Präsidentin benennt konkrete russische Bedrohungen
Nach Angaben von Novyny.live: Bei einer Sitzung der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE) hat die moldauische Staatspräsidentin Maia Sandu detailliert dargelegt, wie Russland versuchte, ihr Land zu destabilisieren. Die Taktik des Kremls umfasste Cyberangriffe, politische Korruption und den Einsatz von Energie als Druckmittel. Das erklärte Ziel sei die Einsetzung einer loyalen Regierung in Chișinău gewesen, so Sandu. Sie unterstrich die Ernsthaftigkeit dieser Bedrohung für die junge Demokratie in der Republik Moldau.
Laut Sandu erreichten die Interaktionen in sozialen Netzwerken im Rahmen dieser Destabilisierungskampagnen etwa 1,5 Millionen. Allein für die Diskreditierung von Wahlen seien rund 100 Fake-Accounts auf TikTok genutzt worden. Diese Aktionen zielten darauf ab, das Parlament unter Kontrolle zu bringen, eine kremltreue Regierung einzusetzen und die Demokratie im Land zu zerstören. Die langfristige Strategie Russlands sei es gewesen, die Republik Moldau in seine Einflusssphäre zu ziehen, um sie dann gegen die Ukraine und Europa einzusetzen. Solche hybriden Angriffe sind ein wiederkehrendes Muster in der Region.
Erfolgreiche Abwehr und der Weg nach vorn
Maia Sandu betonte, dass die Moldau ihre Widerstandsfähigkeit bewahren konnte – dank des entschlossenen Einsatzes der gesamten Gesellschaft. Die Sicherheit der gesamten Region hänge maßgeblich vom Widerstand der ukrainischen Bevölkerung ab, was die immense Bedeutung internationaler Unterstützung im Kampf gegen externe Aggressionen zeige. Ein zentraler Punkt für die künftige Stabilität bleibe die friedliche Beilegung des Transnistrien-Konflikts, der für die Republik Moldau oberste Priorität habe.
Sandus deutliche Worte fallen in eine Phase zunehmend angespannter Beziehungen zwischen Chișinău und Moskau. Sie machen nicht nur die inneren Herausforderungen des Landes sichtbar, sondern verweisen auch auf größere geopolitische Machtspiele in Osteuropa. Die von Russland ausgehenden Destabilisierungsversuche haben erhebliche Auswirkungen auf die Sicherheit benachbarter Staaten, insbesondere der Ukraine, und gefährden die langfristigen EU-Integrationsbestrebungen Moldaus. Vor diesem Hintergrund sind internationale Solidarität und die Zusammenarbeit mit europäischen Partnern entscheidend, um die demokratischen Institutionen des Landes zu stärken.
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