Energieinfrastruktur im Visier: Massive Angriffe auf Dnipro, Charkiw und Regionen am 3. Februar.

Energieinfrastruktur im Visier: Massive Angriffe auf Dnipro, Charkiw und Regionen am 3. Februar
Energieinfrastruktur im Visier: Massive Angriffe auf Dnipro, Charkiw und Regionen am 3. Februar

Koordinierter Großangriff auf die ukrainische Energieversorgung

Nach Angaben von UATV: Am 3. Februar 2024 traf ein massiver, kombinierter Angriff Russlands die Energieinfrastruktur der Ukraine mit schwerwiegenden Folgen, insbesondere in Dnipro, Charkiw und weiteren Regionen. Bei Temperaturen von bis zu -20°C griff der Angreifer mit Drohnen, Marschflugkörpern und ballistischen Raketen an. Solche Attacken auf lebenswichtige Versorgungssysteme stellen eine besondere Härte für die Zivilbevölkerung dar.

Die Stadt Dnipro wurde von Angriffsdrohnen und mehr als zehn Raketen getroffen. Mehrere Privathäuser und kritische Infrastrukturobjekte wurden beschädigt. Eine Anwohnerin schilderte ihre Erlebnisse:

„Es war furchtbar! Die Angst ist unbeschreiblich, die Betten haben gezittert.“

In Charkiw trafen Einschläge Wohnhäuser, Geschäfte und Autos, wobei vier Personen verletzt wurden. Bürgermeister Ihor Terechow erklärte:

„Die Energieinfrastruktur, die unsere Stadt versorgt, ist getroffen worden. Sie haben genau das angegriffen, was das Leben der Stadt Charkiw am Laufen hält.“
In der Region Charkiw waren etwa 60 % der Haushalte vorübergehend ohne Strom.

Weitreichende Folgen in anderen Gebieten

Neben Charkiw war auch die Stadt Losowa betroffen, wie der Leiter der Gebietsverwaltung, Oleh Synehubow, mitteilte. Die Lage in anderen Teilen des Landes war ebenfalls kritisch:

  • In der Oblast Winnyzja blieben etwa 50 Ortschaften ohne Strom;
  • In der Oblast Odessa waren mehr als 50.000 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten;
  • In Saporischschja verloren über 12.000 Haushalte den Strom.

Dieser koordinierte Angriff markiert ein weiteres tragisches Kapitel im andauernden Energiekrieg gegen die Ukraine. Die Folgen sind im ganzen Land spürbar, und die Wiederherstellung der Infrastruktur wird erhebliche Anstrengungen erfordern.

Derartige Angriffe auf die Energieversorgung sind Teil einer Kriegsstrategie, die darauf abzielt, Wirtschaft und Widerstandswillen der Bevölkerung zu schwächen. Mitten im Winter, wenn Elektrizität für Heizung und Licht überlebenswichtig ist, sind die Auswirkungen besonders gravierend. Behörden und Energieunternehmen arbeiten an der Wiederherstellung, doch angesichts des Zerstörungsausmaßes wird dies Zeit und enorme Ressourcen beanspruchen.


Lesen Sie auch

Werbung