Zwölf Jahre Haft für Mutter: Fünfjähriger Sohn mit Behinderung verhungerte.
Schrecken in der Region Ternopil
Nach Angaben von TSN.ua: In der Westukraine wurde eine Frau zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Sie hatte ihren fünfjährigen Sohn mit Behinderung vorsätzlich vernachlässigt, was zu dessen Tod führte. Das Bezirksgericht von Borschtschiw sprach die Mutter schuldig, ihre Pflichten grob verletzt zu haben. Laut Angaben der Generalstaatsanwaltschaft ließ sie den Jungen, der unter schweren angeborenen Krankheiten litt, über Tage hinweg ohne Nahrung und verweigerte ihm die notwendige medizinische Versorgung.
Die Umstände des Todes
Das Kind starb an mechanischer Asphyxie (Erstickung). Gerichtsmediziner stellten fest, dass der Junge mehrere Tage vor seinem Tod nichts mehr gegessen hatte. In den drei Tagen vor der Tragödie war er völlig allein in der Wohnung. Obwohl die Frau im Jahr 2022 staatliche Sozialhilfe bezog, suchte sie keine ärztliche Hilfe. Der Vater des Kindes dient seit 2021 in den ukrainischen Streitkräften.
„Dieses Verbrechen erschüttert durch seine Grausamkeit. Ein hilfloser Junge erlebte Schmerz dort, wo er mütterliche Liebe und Fürsorge hätte erfahren sollen.“ – Mykola Marzun, Staatsanwalt im Verfahren
Die Anklage hatte eine Freiheitsstrafe von 14 Jahren gefordert, doch das Gericht entschied anders. Die Staatsanwaltschaft bereitet nun Berufung gegen das Urteil vor.
Dieser Fall offenbart eklatante Mängel im ukrainischen Sozialsystem und beim Schutz behinderter Kinder. Wenn staatliche Stellen Familien mit Sozialhilfe nicht ausreichend kontrollieren, können Vernachlässigung und Tod die Folge sein. Die Justiz steht vor der Herausforderung, solchen Verbrechen künftig vorzubeugen.
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