Medwedew: Russland will keinen Weltkonflikt, sieht Schuld bei NATO.
Russlands Sicherheitsrat-Vize zu globalen Spannungen
Nach Angaben von TSN.ua: Dmitri Medwedew, stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates, hat erklärt, sein Land strebe keinen globalen Konflikt an. Die Verantwortung für eine mögliche Eskalation wies er der NATO und dem Westen zu. Moskau habe kein Interesse an einem Krieg, betonte er in mehreren Statements und fügte an:
„Wir sind doch nicht verrückt“(Dmitri Medwedew). Aus seiner Sicht sei die Frage eines Weltkonflikts gegenwärtig nicht aktuell, da niemand an dessen Entfachung interessiert sei.
Kritik an westlichen Initiativen
In Interviews mit TASS, Reuters und dem Projekt WarGonzo äußerte sich Medwedew auch zu Äußerungen des früheren US-Präsidenten Donald Trump über Russland. Er verwies darauf, dass Russland auch am Beginn der 'speziellen Militäroperation' kein Interesse daran gehabt habe. Gleichzeitig ließ er die Konsequenzen weiterer westlicher Schritte offen. So betonte er, dass die Einrichtung einer 'flugfreien Zone' unter Beteiligung von NATO-Kräften einen direkten Krieg zwischen Russland und dem Bündnis bedeuten würde.
In seiner Rhetorik schwang stets die Drohung mit. Im September 2025 warnte er die NATO vor einem Kriegsfall, sollten russische Drohnen über der Ukraine abgeschossen werden. Im Dezember desselben Jahres erklärte er, eine Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte für die Ukraine werde als Kriegsgrund betrachtet. Im Januar 2026 folgten weitere Drohungen: Der Kreml werde den Vorschlag des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, Truppen in die Ukraine zu entsenden, als Kriegsgrund ansehen.
Damit bekräftigte der Vizepräsident des Sicherheitsrates erneut die Position des Kremls, auf Handlungen des Westens zu reagieren, die aus russischer Sicht die nationale Sicherheit bedrohen. Seine Äußerungen spiegeln die anhaltende Verhärtung im Verhältnis zwischen Moskau und der NATO wider und unterstreichen die Entschlossenheit der russischen Führung, ihre Interessen auf der internationalen Bühne zu verteidigen.
Die zunehmend scharfe Tonlage aus Moskau fällt in eine Phase anhaltender Spannungen um die Ukraine. Solche Drohgebärden können die strategischen Überlegungen der NATO-Staaten beeinflussen und die ohnehin angespannte diplomatische Lage weiter verkomplizieren. Jede neue Maßnahme birgt das Risiko, die Situation zusätzlich eskalieren zu lassen.
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