Ukrainischer UN-Botschafter: Kreml hat nach vier Jahren Krieg kein einziges strategisches Ziel erreicht.
Rede von Andrij Melnyk vor dem UN-Sicherheitsrat
Nach Angaben von TSN.ua: Der ukrainische UN-Botschafter Andrij Melnyk hat die Einschätzung des Kremls zur Lage an der Front scharf kritisiert. Zugleich warf er Russland vor, diplomatische Kanäle lediglich zu nutzen, um den Krieg künstlich in die Länge zu ziehen. Melnyk stellte klar: Selbst nach mehr als vier Jahren Kampf habe Russland keines seiner strategischen Ziele verwirklichen können. Er betonte, dass die ukrainischen Streitkräfte die Situation an der Front aktiv verändern – trotz der Besetzung von rund 9300 Quadratkilometern ukrainischen Territoriums durch Russland.
Seine Aussagen traf Melnyk während einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates in New York. Dabei wies er auch auf die massiven wirtschaftlichen Probleme Russlands hin, darunter eine Stagnation der Wirtschaft und ein wachsendes Haushaltsdefizit.
„Wir erleben eine gut inszenierte Vorstellung, die Moskau weiterhin aufführt“– so kommentierte er das Taktieren Russlands auf der internationalen Bühne.
Bewertung der aktuellen Lage
Den aktuellen Krieg bezeichnete Melnyk als den „längsten ‚Dreitage-Blitzkrieg‘ der Geschichte“ – ein Konflikt, der nun bereits seit über vier Jahren andauere. Er forderte Russland auf, die Lügen einzustellen und die Ukraine zu verlassen. Die ukrainischen Streitkräfte kämpften weiterhin entschlossen für ihre Unabhängigkeit und territoriale Integrität.
Die Äußerungen von Andrij Melnyk vor dem UN-Sicherheitsrat unterstreichen, wie entscheidend die fortgesetzte internationale Unterstützung für die Ukraine in diesem langwierigen Krieg mit Russland ist. Indem er das Scheitern der strategischen Ziele des Kremls hervorhebt, versucht die Ukraine, die Weltgemeinschaft zu stärkerem Handeln zu bewegen – mit dem Ziel, ihre territoriale Unversehrtheit wiederherzustellen. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Russlands könnten dessen Fähigkeit zur Fortführung der Kampfhandlungen beeinträchtigen, was wiederum neue Chancen für eine friedliche Konfliktlösung eröffnen würde.
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