Ukraine erhöht Druck auf Russlands Ölsektor: Stilllegung der größten Raffinerie und Angriffe auf die Schattenflotte.

Ukraine erhöht Druck auf Russlands Ölsektor: Stilllegung der größten Raffinerie und Angriffe auf die Schattenflotte
Ukraine erhöht Druck auf Russlands Ölsektor: Stilllegung der größten Raffinerie und Angriffe auf die Schattenflotte

Omsker Raffinerie außer Betrieb

Nach Angaben von UATV: Die Omsker Erdölraffinerie, die größte Anlage dieser Art in Russland mit einer Jahreskapazität von 21 Millionen Tonnen, hat ihren Betrieb nach einem ukrainischen Drohnenangriff eingestellt. Satellitenaufnahmen bestätigen den Stillstand. Durch die Angriffe ukrainischer Streitkräfte ist die russische Rohölverarbeitung auf 4,1 Millionen Barrel pro Tag gesunken. Fachleute schätzen, dass Russland bereits 40 bis 43 Prozent seiner Raffineriekapazitäten eingebüßt hat. Diese Entwicklung zeigt, wie gezielt die Ukraine die Energieinfrastruktur des Gegners schwächt.

Blockade des Seeexports und Reaktion aus Kiew

Zudem haben ukrainische Einheiten im Asowschen Meer acht Tanker der russischen Schattenflotte getroffen, die Treibstoff in die Krim liefern sollten. Dies belegt eine physische Blockade des russischen Ölseeexports, die die Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine erheblich beeinträchtigen könnte. Vor diesem Hintergrund erklärte der ukrainische Präsident:

'Мы перешли в воздушную сферу. А в воздухе мы уже конкурентоспособны'. Präsident der Ukraine

Bereits Mitte 2023 wurden 60.000 Tonnen Benzin von Indien nach Russland verschifft – ein Versuch Moskaus, Verluste in der eigenen Verarbeitung auszugleichen. Angesichts der jüngsten Ereignisse dürften diese Bemühungen jedoch unzureichend sein. Der Experte Wjatscheslaw Potapenko betont:

'У Турции есть еще возможности держать Россию за горло — это проливы, через которые осуществляется экспорт нефти танкерами через Босфор и Дарданеллы'. Wjatscheslaw Potapenko

Die Lage auf dem russischen Ölmarkt bleibt somit angespannt, was schwerwiegende Folgen für die Kriegsfinanzierung haben könnte. Der Rückgang der Raffineriekapazitäten und die Seeblockade erhöhen den wirtschaftlichen Druck auf Russland und zwingen den Kreml möglicherweise zu neuen strategischen Entscheidungen. Gleichzeitig beweisen die ukrainischen Streitkräfte ihre Fähigkeit, die Aggression zu kontern und zentrale Wirtschaftsressourcen des Feindes zu treffen.


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