Trotz Rekordexporten: Russlands Öleinnahmen schrumpfen, da Urals-Preis einbricht.
Ölexporte und finanzielle Hürden
Nach Angaben von Espreso.tv: Russland pumpt so viel Rohöl ins Ausland wie nie zuvor, doch die Einnahmen sinken: Der Preis für die Sorte Urals fiel Anfang Juli auf 40 bis 41,50 Dollar pro Barrel – weit unter den im Haushalt eingeplanten 59 Dollar. Der Abschlag zur Nordseemarke Brent kletterte auf 27,35 Dollar je Barrel, was die Staatseinnahmen zusätzlich belastet.
Produktion im Inland und Absatzprobleme
Täglich werden 4,22 Millionen Barrel auf dem Seeweg exportiert, gleichzeitig ging die heimische Ölverarbeitung um 25 bis 28 Prozent zurück. Diese Produktionsdrosselung führte am 7. Juli zur Stilllegung der Raffinerie in Omsk. Die auf Tankschiffen lagernden Mengen nähern sich der Marke von 140 Millionen Barrel – ein deutliches Zeichen für Stockungen im internationalen Vertrieb.
- Chinas Ölimporte aus Russland sanken im Juni um 825.000 Barrel pro Tag im Vergleich zum Februar.
- In der Woche bis zum 5. Juli nahm das Land 1,4 Milliarden Dollar aus Ölexporten ein.
- Die Mindereinnahmen aus dem Öl- und Gassektor könnten den russischen Haushalt mit 1,5 bis 1,6 Billionen Rubel belasten.
Die Lage am Ölmarkt zeigt, wie sehr die russische Wirtschaft unter Druck steht: Sinkende Exporterlöse gefährden den Staatshaushalt, während die schwächelnde Nachfrage aus China – einem der größten Abnehmer – und der Preisverfall bei Urals Moskau zwingen, seine Exportstrategie zu überdenken. Neue Absatzmärkte werden dringend gebraucht, um die wirtschaftliche Stabilität in den kommenden Monaten zu sichern.
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