Nach Beschuss: Zwei Kiewer Stadtteile ohne Heizung und Wasser.

Nach Beschuss: Zwei Kiewer Stadtteile ohne Heizung und Wasser
Nach Beschuss: Zwei Kiewer Stadtteile ohne Heizung und Wasser

Heizungs- und Wasserversorgungsprobleme in Kiew

Nach Angaben von Novyny.live: In den Kiewer Stadtteilen Dnipro und Darnyzja kämpfen die Bewohner seit Wochen mit massiven Ausfällen der Heizungs- und Wasserversorgung. Auslöser waren die russischen Angriffe, die die ohnehin schon harte Wintersituation zusätzlich verschärften. Zahlreiche Anwohner melden unzumutbare Zustände in ihren Wohnungen und fordern schnelle Abhilfe.

Lage im Dnipro- und Darnyzja-Bezirk

Besonders dramatisch ist die Situation im Dnipro-Bezirk. In einem Haus in der Almatynska-Straße 41-A fiel die Heizung für rund zwei Monate komplett aus. Die Bewohner berichten, dass die Innentemperaturen auf unter +10 °C sanken – eine ernsthafte Gesundheitsgefahr, vor allem für ältere Menschen. Erst zwei Wochen vor Ende der Heizperiode wurde die Anlage wieder in Betrieb genommen, was bei den Betroffenen große Empörung auslöste. Eine Anwohnerin des Dnipro-Bezirks erklärte:

„Als das Heizkraftwerk schwer beschossen wurde, war die Heizung aus offensichtlichen Gründen sofort weg.“

Im Darnyzja-Bezirk ist die Heizung bereits seit dem 15. Januar außer Betrieb. Die Temperaturen in den Wohnungen schwankten zwischen +12 °C und +6 °C – für viele, insbesondere ältere Menschen, ein untragbarer Zustand. Eine Bewohnerin aus Darnyzja kommentierte:

„Das ist völliger Unsinn. Wie kann das sein? Wir sind alte Leute, aber wir haben nichts.“

Die Dimension des Problems wird durch eine Zahl deutlich: Rund 2300 Gebäude in Kiew haben sich für das Programm 'SvitloDIM' angemeldet, das eigentlich für die energetische Sanierung gedacht ist – ein klares Zeichen für die weitverbreiteten Mängel bei Heizung und Wasserversorgung. Die Lage in beiden Bezirken sorgt bei den Bewohnern für große Besorgnis, die nun auf eine rasche Lösung dieser kritischen Missstände hoffen.

Die anhaltenden Probleme in Kiew verdeutlichen die verheerenden Folgen der Kampfhandlungen für die zivile Infrastruktur. Angesichts der Flut an Beschwerden und Anträgen sind die Stadtverwaltung und die zuständigen Behörden nun gezwungen, umgehend zu handeln. Die Wiederherstellung annehmbarer Lebensbedingungen in diesen Stadtteilen muss zur obersten Priorität werden, um die soziale Stabilität und die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.


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