Nach Raketenangriff: Bewohner von Sofijiwka-Borschtschahiwka räumen Trümmer in Eigenregie.
Keine staatliche Hilfe nach Angriffen
Nach Angaben von Novyny.live: Nach einem russischen Raketenangriff am 22. Februar sind die Bewohner von Sofijiwka-Borschtschahiwka bei der Beseitigung der Schäden auf sich allein gestellt. Ohne Unterstützung durch die Gebietsverwaltung (OVA) müssen sie Trümmer selbst wegräumen und beschädigte Dächer notdürftig reparieren. Die ohnehin schwierige Aufbauarbeit wird dadurch massiv erschwert.
Der Angriff auf die Region Kiew am 22. Februar 2023 forderte 17 Verletzte, darunter vier Kinder. Besonders betroffen waren die Bezirke Boryspil, Butscha und Fastiw. Der Leiter der Kiewer OVA ist Mykola Kalaschnik. Trotz des Ausmaßes der Zerstörungen fehlt es an grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen wie der Absperrung einsturzgefährdeter Bereiche.
Die Gemeinschaft vor Ort organisiert sich nun in Eigeninitiative. Um irreparabel beschädigte Häuser abreißen zu dürfen, müssen die Bewohner erst private Gutachten einholen.
„Wir sehen keine kommunalen Dienste, die uns helfen würden, diese Gegend von diesem Bauschutt zu befreien“, erklärt der Anwohner Oleksandr Sajun.
Die Lage wird durch das Fehlen behördlicher Unterstützung zusätzlich verschärft.
„Es gibt keinerlei Hilfe. Aber wir haben einen Antrag beim Gemeinderat gestellt, vielleicht werden dort einige Gelder bereitgestellt“, äußert ein Bewohner seine vage Hoffnung.Derzeit versuchen die Menschen, die Folgen der Zerstörung in eigener Verantwortung zu bewältigen – ein riskantes Unterfangen.
Der Fall offenbart gravierende Defizite in der Koordination staatlicher Hilfsmaßnahmen nach Kriegsangriffen. Das Fehlen von Unterstützung und Ressourcen für die Wiederherstellung von Wohnraum und Infrastruktur lässt die Zivilbevölkerung schutzlos zurück. Dies kann zu weiteren sozialen und humanitären Problemen führen. Die Appelle an die Lokalbehörden unterstreichen die ausweglose Situation, in der die Betroffenen in der Not auf sich selbst zurückgeworfen sind.
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