Das NABU erklärte, warum es keine neuen Audioaufzeichnungen im Fall Midas veröffentlicht.

Das NABU erklärte, warum es keine neuen Audioaufzeichnungen im Fall Midas veröffentlicht
Das NABU erklärte, warum es keine neuen Audioaufzeichnungen im Fall Midas veröffentlicht

Nach Angaben von ТСН: Das Nationale Antikorruptionsbüro (NABU) veröffentlicht derzeit keine neuen Audioaufzeichnungen im Fall „Midas“, da deren Überprüfung noch andauert.

Auf der Sitzung des Ausschusses der Werchowna Rada für Antikorruptionspolitik kommentierte der Direktor des NABU, Semen Kryvonos, diese Situation. Er wies Gerüchte zurück, dass seine Untergebenen die Veröffentlichung der „Mindytsch-Tapes“ angeblich aufgrund der geopolitischen Situation gestoppt hätten.

Äußerungen des NABU-Direktors

Kryvonos stellte fest, dass das NABU nur die Aufzeichnungen veröffentlicht, die bereits dokumentierte Episoden krimineller Aktivitäten bestätigen.

„Wir haben keinen Serienfilm gedreht. Wir veröffentlichen nur den Teil der Informationen, der bereits festgestellte, dokumentierte Episoden krimineller Aktivitäten bestätigt“,
sagte der Direktor des NABU.

Er versicherte auch, dass es „keinen Druck oder Behinderungen“ bezüglich der Veröffentlichung neuer Aufzeichnungen gebe, und betonte die Unveränderlichkeit der Unabhängigkeit des NABU. Obwohl Kryvonos zugab, dass Druck auf das NABU besteht, betonte er, dass dieser Druck „gewöhnlich“ sei und keinen Einfluss auf den Verlauf der Ermittlung habe.

Durchsuchungen beim Unternehmer Mindytsch

Erinnern wir daran, dass am 10. November Mitarbeiter des NABU Durchsuchungen beim Unternehmer Timur Mindytsch, dem ehemaligen Energieminister, sowie beim amtierenden Justizminister Herman Haluschenko und bei der Firma „Energoatom“ durchführten. Später wurde bekannt, dass Mindytsch einige Stunden zuvor die Ukraine verlassen hatte.

Die Grenzbeamten bestätigten, dass Mindytsch rechtmäßig ins Ausland entlassen wurde, da er drei minderjährige Kinder hat.

Darüber hinaus wurde berichtet, dass im sogenannten „Backoffice“ des Unternehmers Timur Mindytsch 527 Bescheinigungen mit geschlossenen persönlichen Daten über NABU-Dektive, Journalisten, Politiker, Beamte und Sicherheitskräfte gefunden wurden.

Die Situation rund um den Fall „Midas“ zeigt, wie wichtig Transparenz und Unabhängigkeit bei antikorruptiven Ermittlungen sind. Die Veröffentlichung neuer Aufzeichnungen könnte das Vertrauen der Gesellschaft in das NABU und die Antikorruptionsprozesse in der Ukraine erheblich beeinflussen. Die Ermittlungen gegen Mindytsch und andere Figuren ziehen weiterhin die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich, da die Ergebnisse der Ermittlungen entscheidend für die weitere Entwicklung der Ereignisse sein könnten.


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