Selenskyj: Die Ukraine kennt die Standorte der russischen Raketen 'Oreschnik' in Weißrussland.
Nach Angaben von ТСН: Russland hat die Verlagerung neuer ballistischer Raketen 'Oreschnik' auf das Territorium Weißrusslands abgeschlossen. Die Ukraine hat bereits Informationen über deren Standorte und hat diese mit ihren westlichen Partnern geteilt.
Planung und Bedrohung
Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, betonte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Präsidenten Polens, Karol Nawrocki, dass Kiew vollständige Informationen über die Absichten des Feindes hat und diese an die Verbündeten zur angemessenen Bewertung des Bedrohungsniveaus weitergibt.
„Die Verlagerung von 'Oreschnik' auf das Territorium Weißrusslands wird abgeschlossen. Wir wissen, wo das sein wird, wo es platziert wird. Wir übermitteln diese Informationen unseren Partnern. Ich denke, sie können diese Bedrohung selbst beurteilen und verstehen, wie sie reagieren sollen“, bemerkte Selenskyj.
Der Präsident erinnerte auch daran, dass die Ukraine Europa und die USA im Voraus über die Pläne des Kremls gewarnt hat und die Reichweite der neuen Waffen auf Karten demonstrierte.
„Das ist eine Bedrohung für viele europäische Länder, insbesondere für Polen, Deutschland und andere“, betonte der Präsident.
Sanktionen und wirtschaftlicher Druck
Selenskyj brachte die Frage des Kampfes gegen die neuen Raketen auf. Seiner Meinung nach ist es unmöglich, 'Oreschnik' mit herkömmlichen Drohnen zu neutralisieren, weshalb der Hauptweg der wirtschaftliche Druck auf ihre Produktion ist.
Allerdings wirken die Sanktionen seiner Meinung nach bisher nicht so, wie sie sollten.
„Wir haben darum gebeten, dass unsere Partner Sanktionen gegen Unternehmen verhängen, die Komponenten über Drittländer verkaufen, die für 'Oreschnik' geeignet sind. Ohne diese Komponenten kann sich die RF nicht weiterentwickeln. Ich sehe derzeit nicht die Implementierung dieser Sanktionen“, stellte der Staatschef fest.
Er wies auch darauf hin, dass, trotz der Aussagen Moskaus, deren Rüstungsindustrie vorübergehend nicht in der Lage ist, diese Raketen in der erforderlichen Menge zu produzieren.
„Gott sei Dank kann sie nicht viel mehr produzieren... Aber dennoch machen sie es“, bemerkte Selenskyj.
Diplomatischer Druck auf Russland
Der Präsident forderte auch westliche Führer auf, die aktiv diplomatische Lösungen suchen, um den Krieg zu beenden, die Situation mit den russischen Raketen zu beachten.
„Wenn Partner so viele diplomatische Anstrengungen unternehmen, um den Krieg zu beenden, können sie dann nicht ebenso auf Russland Druck ausüben, damit es seine Raketen nicht näher an Europa, an die Grenzen Polens platziert? Ich denke, das sollte man angehen“, fasste Wolodymyr Selenskyj zusammen.
Es sei darauf hingewiesen, dass laut Informationen des Geheimdienstes Russland die Produktion der ballistischen Rakete 'Oreschnik' ausbaut, was Teil seiner Strategie zur Stärkung des militärischen Potenzials ist.
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