Der Mythos der gesunden Fettleibigkeit - was die Tests verbergen.
Eine 38-jährige Frau, ohne chronische Krankheiten, mit einem Body-Mass-Index von 32, normalem Blutdruck und Labortests, die regelmäßig Sport treibt und ihren Glukose- sowie Cholesterinspiegel überwacht, sieht sich wieder einmal im Kardiologiebüro der Frage nach Übergewicht gegenüber.
Übergewicht beunruhigt nicht nur ästhetisch psychologisch, sondern hat auch negative Auswirkungen auf das Herz. Bei Fettleibigkeit arbeitet das Herz-Kreislauf-System unter erschwerten Bedingungen, das Blutvolumen erhöht sich, der Druck auf die Gefäße steigt, was das Risiko von Herzkreislauferkrankungen selbst bei normalen Werten für Blutdruck, Cholesterin und Glukose erhöht, laut einer Studie der American Heart Association aus dem Jahr 2021.
Das Konzept der 'metabolisch gesunden Fettleibigkeit' (MHO) existiert in der Literatur, ist jedoch oft vorübergehend und kann sich in 'ungesunde Fettleibigkeit' verwandeln, was zu einem höheren Risiko für Herzkreislauferkrankungen führt, wie Studien zeigen. Sogar Menschen mit normalem Gewicht können ein hohes Risiko aufgrund von überschüssigem viszeralen Fett haben, das ein Hauptfaktor für das Risiko darstellt.
Der Body-Mass-Index ist ein grobes Instrument, das die Verteilung von Muskel- und Fettgewebe nicht berücksichtigt. Der Haupt-Risikofaktor ist viszerales Fett, das den Stoffwechsel und das Entzündungsniveau im Körper selbst bei normalem BMI beeinflusst.
Es ist wichtig, ein bewusstes Verhältnis zu seiner Gesundheit zu pflegen, den Taillenumfang zu überwachen, körperlich aktiv zu sein, auf die Ernährung zu achten, regelmäßig Tests durchzuführen und mit einem Arzt zusammenzuarbeiten. Fettleibigkeit ist kein Todesurteil, sondern ein Risikofaktor, der Aufmerksamkeit und rechtzeitige Maßnahmen erfordert.
Zusammenfassung:Übergewicht, selbst in Abwesenheit anderer Krankheiten, kann den Zustand des Herz-Kreislaufsystems negativ beeinflussen. Das Konzept der 'gesunden Fettleibigkeit' kann vorübergehend sein, und das Risiko begleitender Komplikationen sollte immer berücksichtigt werden. Ein gesunder Lebensstil und die regelmäßige Zusammenarbeit mit einem Arzt können helfen, negative Folgen zu vermeiden.
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