Die Ukraine hat einen milliardenschweren Schiedsverfahren gegen Firearms gewonnen: Warum die Waffen nicht eintrafen.
Nach Angaben von inkorr.com: Waffen statt Munition: ukrainischer Vertrag mit einem amerikanischen Unternehmen
Im Jahr 2022 schloss das amerikanische Unternehmen Firearms einen Vertrag über die Lieferung von Waffen für die Ukraine im Wert von nahezu einer Milliarde Dollar ab. Doch die Verpflichtungen wurden nicht erfüllt, und die Technik sowie die Munition erreichten den Besteller nicht, selbst trotz einer Vorauszahlung von 17 Millionen Euro.
Probleme mit dem Vertrag
Die in Arizona registrierte Firma Firearms war nicht auf den internationalen Waffenhandel vorbereitet und verfügte nicht über ausreichende Ressourcen, um den Vertrag zu erfüllen. Die Ukraine hatte mit dem Erhalt von Flugabwehrraketen, Raketen für die 'Grad'-Mörser und Mörsergranaten gerechnet, erhielt jedoch lediglich Versprechungen.
Firearms erklärte die Nichterfüllung der Lieferungen angeblich mit 'Zahlungsverzögerungen' und Problemen beim Erhalt von Exportgenehmigungen und beschuldigte Serbien, die Lieferungen aus 'politischen Gründen' zu blockieren.
Gerichtsverfahren und Schiedsgericht
Als der Fall vor ein Schiedsgericht kam, erhielt die Ukraine 2024 ein Urteil zu ihren Gunsten, das die Rückzahlung des Vorschusses in Höhe von 17 Millionen Euro zuzüglich Zinsen und Strafen vorsah. Doch die Firma Firearms weigerte sich, das Urteil zu vollstrecken, was die Ukraine zwang, Klage bei einem amerikanischen Gericht einzureichen. Die Gesamtschuld überschritt 20 Millionen Euro, und die Firma Firearms hat ihr Geschäft derzeit faktisch eingestellt.
Somit stellte sich der milliardenschwere Vertrag über die Lieferung von Waffen als gescheitert heraus. Obwohl es der Ukraine gelang, die Vorauszahlung zurückzuerhalten, erfüllte das Unternehmen das Gerichtsurteil nicht und blieb inaktiv, was die Schwierigkeiten bei internationalen Rüstungsvereinbarungen unterstreicht.
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