Ukrainisches Gericht verhängt Bewährungsstrafe: Jugendliche verbreitete Pornografie über das Handy ihrer Mutter.
Gerichtsurteil gegen eine Jugendliche in der Ukraine
Nach Angaben von TSN.ua: Eine junge Frau in der Ukraine erhielt eine einjährige Bewährungsstrafe. Sie hatte pornografische Fotos und Videos über das Mobiltelefon ihrer Mutter verbreitet. Das Urteil fällte das Bezirksgericht von Sboriw in der Oblast Ternopil. Der Fall zeigt, wie schnell digitale Handlungen rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können. Demnach lud die Angeklagte spätestens im April 2024 Videos und Bilder pornografischen Inhalts auf das iPhone 12 Pro Max ihrer Mutter, wo sie im Speicher des Geräts verblieben.
Den Ermittlungsakten zufolge versandte sie diese Dateien von April bis Dezember 2024 aktiv über die Messenger-Dienste Telegram und Messenger. Zu den Empfängern zählten Kontakte unter den Namen "Ivan", "Ihor" sowie mehrere weitere Personen. Das Gericht sah es als erwiesen an und sprach die Jugendliche nach den Paragrafen 2 und 3 des Artikels 301 des ukrainischen Strafgesetzbuchs schuldig.
Hintergründe des Verfahrens und Folgen
Die Angeklagte hatte vor Gericht ein Geständnis abgelegt, was sich strafmildernd auf das Urteil auswirkte. Dennoch muss sie dem Staat 8914 Hrywnja für die Kosten der durchgeführten forensischen Untersuchungen erstatten. Das Gericht berücksichtigte bei der Strafzumessung ihr jugendliches Alter, ihre aufrichtige Reue, ihre aktive Kooperation mit den Ermittlungsbehörden sowie das Fehlen einer Vorstrafe. Diese Umstände führten zur Verhängung der Bewährungsstrafe.
Der Fall macht deutlich, wie wichtig es ist, junge Menschen über die Konsequenzen ihres Handelns im digitalen Raum aufzuklären. Zugleich illustriert er den Umgang der ukrainischen Justiz mit Straftaten im Zusammenhang mit der Verbreitung von Pornografie. Da das Geständnis und die Bewährungsstrafe im Vordergrund standen, scheint hier der Rehabilitationsgedanke für junge Ersttäter gegenüber einer reinen Bestrafung gewichtet worden zu sein.
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