Ehemaliger polnischer Premier gibt hohen ukrainischen Orden zurück – das steckt hinter dem Eklat.

Ehemaliger polnischer Premier gibt hohen ukrainischen Orden zurück – das steckt hinter dem Eklat
Ehemaliger polnischer Premier gibt hohen ukrainischen Orden zurück – das steckt hinter dem Eklat

Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen an Museum übergeben

Nach Angaben von Novyny.live: Der frühere polnische Regierungschef Mateusz Morawiecki hat seinen Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen dem Gedenkmuseum für die Opfer der Wolhynien-Tragödie übergeben. Dieser symbolträchtige Schritt zeigt, wie sehr sich die diplomatischen Beziehungen zwischen der Ukraine und Polen in den letzten Monaten verschlechtert haben.

Morawiecki war die hohe ukrainische Auszeichnung im Sommer 2022 verliehen worden. Die Spannungen zwischen beiden Ländern nahmen jedoch zu, nachdem Polens Präsident Karol Nawrocki beschlossen hatte, Wolodymyr Selenskyj den Orden des Weißen Adlers zu entziehen. Als Reaktion darauf gab Selenskyj den Orden des Weißen Adlers an Polen zurück – ein bedeutender diplomatischer Schritt. Zudem lehnte Kyrylo Budanow das Goldene Offizierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen ab, was die angespannte Lage zusätzlich unterstreicht.

Das angespannte Verhältnis zwischen Polen und der Ukraine

Im Rahmen dieser diplomatischen Krise gaben auch Leonid Kutschma und Wiktor Juschtschenko ihre polnischen Auszeichnungen zurück. Dies verdeutlicht die wachsenden Spannungen zwischen den Nachbarstaaten. Polen drohte zudem damit, den EU-Beitritt der Ukraine zu blockieren – Grund sei die Heroisierung von Stepan Bandera und der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA), was in der ukrainischen Gesellschaft für Empörung sorgte.

„Möge diese Auszeichnung zu einem Symbol des Gedenkens an die Zehntausende unschuldigen Polen werden, die während der Wolhynien-Tragödie getötet wurden.“

Mateusz Morawiecki

Die Übergabe des Ordens an das Museum für die Opfer der Wolhynien-Tragödie verdeutlicht, wie sehr historische Streitfragen die heutige Politik zwischen Polen und der Ukraine belasten. In Zeiten wachsender Spannungen spielt die Erinnerungskultur für beide Völker eine zentrale Rolle – sie könnte den weiteren Verlauf der bilateralen Beziehungen maßgeblich beeinflussen. Dieser Akt könnte als Signal verstanden werden, den Dialog zu suchen und das Vertrauen zwischen den Nachbarländern wiederherzustellen.


Lesen Sie auch

Werbung