Frost bis -18°C vernichtet Aprikosen- und Apfelernte in der Ukraine: Welche Preissteigerungen drohen.
Winterkälte setzt ukrainischen Obstplantagen schwer zu
Nach Angaben von TSN.ua: Die frostigen Temperaturen im Winter 2026 haben in der Ukraine einen Teil der Obsternte stark beeinträchtigt. Besonders betroffen sind Aprikosen und Äpfel. In der Region Mykolajiw liegt der Schaden an den Blattknospen der Obstbäume zwischen 16 und 56 Prozent. Das könnte die Verbraucherpreise für diese Früchte in den kommenden Monaten deutlich nach oben treiben.
In den südukrainischen Gärten fiel das Thermometer auf bis zu -18°C. Die größten Schäden traten nach den Frosttagen vom 1. bis 3. Februar auf, als die Temperaturen -15°C erreichten.
Der Gartenbau-Experte Oleksandr Sokolow erklärte: 'Den stärksten Kälteschock erlitten die Plantagen im Süden der Ukraine. Besonders anfällig zeigten sich Steinobstsorten wie Aprikose, Sauerkirsche und Süßkirsche sowie Apfelbäume.'
Wirtschaftliche Folgen und Preisausblick
Hinzu kommt: Nach Angaben des Staatlichen Statistikdienstes lag die jährliche Inflationsrate in der Ukraine im Februar 2026 bei 7,6 Prozent. Die Verbraucherpreise stiegen im Februar um ein Prozent, die Kerninflation betrug 0,7 Prozent. Für Ende März 2026 wird ein Anstieg der Milchproduktpreise um bis zu 12 Prozent erwartet – ein weiterer Faktor, der die gesamtwirtschaftliche Lage belasten könnte.
Agrarmarkt-Analyst Maksym Hopka betonte: 'Um das genaue Ausmaß der frostgeschädigten Bäume zu ermitteln, muss die durchschnittliche Tagestemperatur erst wieder steigen.'
Wetterextreme und wirtschaftliche Rahmenbedingungen setzen die ukrainische Landwirtschaft also massiv unter Druck. Das sorgt bei Bauern und Verbrauchern gleichermaßen für Besorgnis. Die aktuellen Frostschäden verdeutlichen, wie anfällig der Agrarsektor ist – zumal er bereits mit steigender Inflation kämpft. Sollten die Preise für Agrarprodukte weiter anziehen, könnte sich die finanzielle Lage vieler Landwirte zusätzlich verschlechtern. In Zeiten steigender Lebensmittelpreise drohen dadurch neue Herausforderungen für die Ernährungssicherheit der Bevölkerung.
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