Moskau wirbt Freiwillige für Drohnenabwehr: Monatsgehalt ab 150.000 Rubel.
Kampfreserve der Armee sucht Bewerber
Nach Angaben von Espreso.tv: Die russische Hauptstadt startet eine Rekrutierungskampagne für die freiwillige Einheit „Kampfreserve der Armee“. Ziel ist es, die Sicherheit Moskaus zu stärken. Bewerbern wird ein monatliches Gehalt von mindestens 150.000 Rubel geboten – umgerechnet rund 1.950 US-Dollar. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Monatseinkommen in Moskau liegt bei über 200.000 Rubel, was die Offerte für potenzielle Kandidaten durchaus wettbewerbsfähig macht.
Die Anwerbung erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Drohnenangriffe auf Moskau und das Umland, die seit 2023 häufiger geworden sind. Diese Angriffe haben die russischen Behörden wiederholt dazu gezwungen, den Betrieb der Hauptstadtflughäfen einzuschränken – ein klares Zeichen für die wachsenden Sicherheitsrisiken in der Region.
Ziele ukrainischer Angriffe und der Bedarf an neuen Kräften
Die Hauptziele ukrainischer Schläge auf russischem Territorium bleiben:
- Ölraffinerien
- Militärflugplätze
- Rüstungsbetriebe
- Munitionslager
- Logistikknotenpunkte
Die Intensität der ukrainischen Drohnenangriffe auf Russland hat sich im Jahr 2026 erhöht, was den dringenden Bedarf an zusätzlichen Sicherheitskräften unterstreicht. Vor diesem Hintergrund könnte die neue Freiwilligeneinheit zu einem wichtigen Baustein bei der Bewältigung aktueller Sicherheitsherausforderungen werden.
Die Bildung dieser Einheit signalisiert, dass die russische Führung die Verteidigungsfähigkeit der Hauptstadt angesichts wachsender Bedrohungen durch Drohnenangriffe verstärken will. Solche Maßnahmen sind Teil eines allgemeinen Trends zur Ressourcenmobilisierung und zur Einbindung der Bevölkerung in den aktiven Schutz des Landes während militärischer Konflikte. Die Rekrutierung für die „Kampfreserve der Armee“ zeigt zudem, wie wichtig die Anpassung militärischer Strategien an die neuen Sicherheitsrealitäten in der Region ist.
Lesen Sie auch
- Kriegsende im Fokus: Trump und Selenskyj planen Gespräch am Rande des NATO-Gipfels
- Polen leitet Untersuchung ein: Militärhilfe für Ukraine wird offengelegt
- US-Vizepräsident Vance: Russlands Offensivfähigkeit fast aufgebraucht
- Moskau bietet „Waffenruhe“ in Kostjantyniwka an – Ex-Geheimdienstchef warnt vor einer Falle
- Polen leitet Untersuchung zu Geheimnisverrat nach geplanter Patriot-Lieferung an Ukraine ein
- Europa soll kriegsbereit werden: Von der Leyen und Rutte fordern ein Umdenken in der Sicherheitspolitik

