Ukraine erhält 1,5 Milliarden Dollar vom IWF nach Steueraufschub für Kleinunternehmer.
IWF lockert Kreditauflagen für die Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die Bedingungen für sein Kreditprogramm in Höhe von 8,1 Milliarden Dollar für die Ukraine angepasst. Dabei wurden mehrere Steuerforderungen verschoben, darunter die Mehrwertsteuer für Kleinunternehmer (FOP). Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko kündigte an, dass eine erste Tranche in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar in Kürze ausgezahlt werden könnte.
Entlastung für Hunderttausende Unternehmen
Von der Verschiebung betroffen sind insbesondere folgende Abgaben:
- Die Mehrwertsteuer für Kleinunternehmer (FOP);
- Zollgebühren für Paketsendungen;
- Eine Steuer für digitale Plattformen;
- Die Militärgebühr.
Die Gesetzesänderungen werden sich direkt auf 257.000 ukrainische Unternehmen auswirken und sie finanziell entlasten. Zudem wird die Umsatzgrenze, ab der Kleinunternehmer Mehrwertsteuer zahlen müssen, von 1 auf 4 Millionen Hrywnja angehoben. Dies verschafft den Betrieben mehr Spielraum für ihr Wachstum. Die Anpassungen sind ein wichtiger Schritt, um die Wirtschaft in der aktuellen Krise zu stützen.
„Wir erwarten, dass die Ukraine Ende Februar erneut auf der Tagesordnung des IWF-Direktoriums stehen wird.“
Julia Swyrydenko
Swyrydenko betonte zudem, dass sich „die Lage im Vergleich zum November deutlich verändert hat, als wir mit der IWF-Mission am Programm gearbeitet haben.“ Die Entscheidung des IWF sendet ein starkes Signal der internationalen Unterstützung für die Ukraine. Sie zeigt die Bereitschaft, auf wirtschaftliche Herausforderungen flexibel zu reagieren, die durch den Krieg und andere Krisen entstanden sind. Die Aussicht auf weitere Auszahlungen stärkt das Vertrauen in die finanzielle Stabilität des Landes.
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