Ab 30. Juni: Neuer Plan der Ukraine soll Stromlücken verkleinern.

Ab 30. Juni: Neuer Plan der Ukraine soll Stromlücken verkleinern
Ab 30. Juni: Neuer Plan der Ukraine soll Stromlücken verkleinern

So will die Ukraine den Strommangel bekämpfen

Nach Angaben von Espreso.tv: Die ukrainische Regierung hat einen Maßnahmenkatalog vorgestellt, um die angespannte Lage in der Stromversorgung zu entschärfen. Energieminister Denys Schmyhal kündigte an, dass das Paket darauf abzielt, das nationale Stromnetz zu stabilisieren und Versorgungsengpässe abzufedern.

Die wichtigsten Schritte im Überblick

Der Plan umfasst unter anderem folgende Kernpunkte:

  • Eine bessere Abstimmung der Wartungsarbeiten an Atomkraftwerken;
  • Die Inbetriebnahme von Wärmekraftwerken mit einer Gesamtleistung von mindestens 300 Megawatt;
  • Ab dem 30. Juni werden in allen Landesteilen zwischen 17:00 und 22:00 Uhr stundenweise Abschaltungen eingeführt.

„Die Energieversorger tun derzeit alles Menschenmögliche, um das Netz stabil zu halten. Wie kritisch die Lage wird, liegt aber auch an jedem Einzelnen. Wir sollten nicht vergessen: Wer in den Spitzenzeiten zwischen 17 und 22 Uhr bewusst weniger Strom verbraucht, leistet einen wichtigen Beitrag zu einer verlässlichen Stromversorgung.“

Denys Schmyhal

Die betroffenen Behörden und Energieunternehmen wurden mit folgenden Aufgaben betraut:

  • Optimierung der Reparaturpläne für Kraftwerke;
  • Abschluss von Reparatur- und Wiederherstellungsarbeiten;
  • Wiederanfahren von Wärmekraftwerken;
  • Stärkere Nutzung zusätzlicher Kapazitäten;
  • Einsatz von Energiespeichern, um Lastspitzen abzufangen;
  • Sicherstellung zusätzlicher Stromimporte aus der EU;
  • Vorantreiben von Maßnahmen zur Erhöhung der Importmengen.

Hintergrund des Plans sind die anhaltenden Schwierigkeiten im ukrainischen Energiesektor. Neben überalterten Anlagen und steigendem Verbrauch führen auch kriegsbedingte Schäden immer wieder zu Engpässen. Mit diesem Bündel an Maßnahmen will die Regierung drohende Versorgungskrisen entschärfen und die Versorgungssicherheit für Haushalte und Betriebe verbessern. Der Ausbau von Reservekapazitäten sowie ein sparsamerer Umgang mit Strom gelten als entscheidend, um das Netz auch bei hoher Auslastung stabil zu halten.


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