Steuerreform bis 2026: So will der IWF die Ukraine fordern.

Steuerreform bis 2026: So will der IWF die Ukraine fordern
Steuerreform bis 2026: So will der IWF die Ukraine fordern

Ukraine plant umfassende Steueränderungen

Nach Angaben von TSN.ua: Gemäß den Auflagen des Internationalen Währungsfonds (IWF) muss die Ukraine bis Ende März 2026 neue steuerpolitische Maßnahmen umsetzen. Das ukrainische Parlament, die Werchowna Rada, ist aufgefordert, ein umfangreiches Paket für die Jahre 2026 und 2027 zu verabschieden. Zu den geplanten Neuerungen zählen insbesondere:

  • Die Besteuerung von Einkünften aus digitalen Plattformen;
  • Die Einführung einer Steuer auf internationale Paketsendungen;
  • Die Streichung der Mehrwertsteuerbefreiung für Einzelunternehmer (FOP) mit einem Umsatz von über 4 Millionen Hrywnja, die ab dem 1. Januar 2027 in Kraft treten soll.

Die derzeitige Militärsteuer in Höhe von 5% wird über das Kriegsrecht hinaus verlängert. Bis Ende Juni 2026 müssen zudem Gesetzesinitiativen vorgelegt werden, die die Umgehung der Körperschaftsteuer eindämmen sollen. Geplant sind unter anderem:

  • Eine präzisere Definition von Arbeitsverhältnissen;
  • Maßnahmen zur Reduzierung verdeckter Beschäftigung;
  • Der Ausschluss von Hochrisikoaktivitäten aus bestimmten Steuerregimen;
  • Einschränkungen beim Wechsel des Besteuerungssystems.

„Der IWF hat ein neues vierjähriges erweitertes Finanzierungsprogramm in Höhe von 8,1 Milliarden US-Dollar vereinbart.“

Julia Swyrydenko, Vizepremierministerin der Ukraine

Eine erste Tranche von etwa 1,5 Milliarden Dollar soll in Kürze ausgezahlt werden. Diese Reformen zielen darauf ab, die finanzielle Stabilität der Ukraine zu stärken und Verpflichtungen gegenüber internationalen Partnern zu erfüllen. Die Umsetzung ist ein zentraler Baustein für die weitere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Westen.

Die Einführung dieser Steuermaßnahmen markiert einen entscheidenden Schritt für die Ukraine, um die Wirtschaft zu stabilisieren und die internationale Kreditwürdigkeit zu erhalten. Die geplante Besteuerung der Digitalwirtschaft und des grenzüberschreitenden Handels wird sowohl die Unternehmenslandschaft als auch die Staatseinnahmen spürbar verändern. Eine erfolgreiche Umsetzung könnte das Vertrauen internationaler Investoren festigen und den Weg für weitere Finanzhilfen ebnen.


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