Irrtum bei DNA-Test: Ukrainisches Innenministerium bestätigt Fehldiagnose zum Tod eines Soldaten.
Bestätigung der Untersuchung
Nach Angaben von TSN.ua: Das ukrainische Innenministerium hat eingeräumt, dass ein molekulargenetischer Test fälschlicherweise den Tod von Nazar Daletskyi bescheinigte. Die Prüfung sei jedoch regelkonform abgelaufen. Nachdem Daletskyi am 5. Februar 2026 aus der Gefangenschaft zurückgekehrt war, wurde eine interne Untersuchung eingeleitet. Diese ergab keine Mängel in der Arbeit der Sachverständigen.
Die Experten des Charkiwer Forschungsinstituts für forensische Untersuchungen (NDEKZ) des Innenministeriums hatten den Tod von Nazar Daletskyi durch einen DNA-Abgleich bestätigt. Der Soldat galt seit September 2022 als gefallen und wurde 2023 offiziell beigesetzt. Die Übereinstimmung der DNA betrug 99,9 %. Die Analyse erfolgte unter Einhaltung aller vorgeschriebenen Verfahren.
Die Lage der Familie Daletskyi
Nach der Rückkehr von Nazar Daletskyi aus der Gefangenschaft hatte die Familie bereits eine Entschädigung für seinen Tod erhalten. Taras Podvirny erklärte dazu:
„Die Familie muss die staatlichen Zahlungen, die sie dafür bekommen hat, zurückerstatten.“Das ukrainische Verteidigungsministerium teilte jedoch mit, dass es nicht beabsichtige, die Familie zur Rückzahlung der geleisteten Gelder zu drängen.
Die Hauptabteilung für forensische Untersuchungen (DNDEKZ) des Innenministeriums sorgt regelmäßig für eine ordnungsgemäße Durchführung molekulargenetischer Analysen und die Qualitätskontrolle dieser Arbeiten. Dies unterstreicht die Bedeutung und Verantwortung der Experten bei so sensiblen Aufgaben wie der Identifizierung von Gefallenen.
Dieser Vorfall verdeutlicht die Komplexität und Sensibilität der Identifizierung von Kriegstoten sowie die Notwendigkeit höchster Genauigkeit bei Tests, die das Schicksal von Familien maßgeblich beeinflussen können. Die Rückkehr von Nazar Daletskyi stellt seine Familie vor eine schwierige Situation, da sie auf Grundlage der fehlerhaften Untersuchung bereits finanzielle Unterstützung erhielt. Dass das Verteidigungsministerium auf eine Rückforderung verzichtet, zeugt von Mitgefühl, könnte jedoch einen Präzedenzfall für ähnliche Fälle in der Zukunft schaffen.
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