Kiew bereitet sich auf 14-stündige Stromausfälle vor: was der Energiespezialist über den Winter sagt.

Kiew bereitet sich auf 14-stündige Stromausfälle vor: was der Energiespezialist über den Winter sagt
Kiew bereitet sich auf 14-stündige Stromausfälle vor: was der Energiespezialist über den Winter sagt

Nach Angaben von ТСН: Die Situation mit der Stromversorgung in Kiew wird diesen Winter voraussichtlich schwierig sein, und die Verbraucher sollten auf ständige Schwankungen und langwierige Ausfälle vorbereitet sein. Die Intensität der Einschränkungen wird von neuen Raketenangriffen russischer Truppen und strengen Frostbedingungen abhängen.

Laut dem Volksabgeordneten Oleksiy Kutscherенко haben russische Angriffe ein Umspannwerk in der Nähe von Kiew beschädigt, was die Beschaffung zusätzlicher Kapazitäten für die Hauptstadt erschwert. Kiew ist derzeit kritisch von zwei Kernkraftwerken - dem Riwne- und dem Chmelnytskyj-Kraftwerk - abhängig. Obwohl die Stadt nicht ganz ohne Strom bleibt, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass die Kiewer bis zu 14-15 Stunden am Tag ohne Elektrizität auskommen müssen.

Kiew wird Licht haben, aber sehr wenig

Kutscherенко bemerkte: „Kiew wird Licht haben. Aber es ist wie mit einem Glas Wasser - ist es halb leer oder halb voll? Daher werden die Kiewer einen Teil des Tages Licht haben und einen Teil ohne. Die realistische Variante, meiner Meinung nach, ist die Hälfte des Tages mit Licht und die andere Hälfte ohne. Alles hängt davon ab, ob es wieder Angriffe des Aggressors geben wird, und leider wird es sie zwangsläufig geben.“

Er betonte, dass die schlimmste Situation eintritt, wenn das Energiesystem nach den Angriffen allmählich wiederhergestellt wird, und bereits ein neuer Angriff bevorsteht: „Das ist, wenn das Energiesystem nach den vorherigen Angriffen mehr oder weniger wiederhergestellt ist und man bereits auf einen neuen Angriff wartet. Und das ist das Schlimmste. Daher wird es für Kiew den ganzen Winter über einen bestimmten Mangel an Elektrizität geben. Dieser wird etwa 4 GW betragen, was bedingt 30% der benötigten elektrischen Energie entspricht.“

Stromverteilung im Handbetrieb

Noch 20% der elektrischen Energie verbraucht die kritische Infrastruktur der Stadt. Unter solchen Bedingungen, wie Kutscherенко anmerkt, wird der Kampf um die Ressourcen, die fehlen, zwischen verschiedenen Verbraucherkategorien fortgesetzt: „Wir haben bedingt 50% Prozent, um die wir 'tanzen' müssen. Daher wird es um diese Ressourcen, die fehlen, einen Kampf geben, möglicherweise transparent, möglicherweise hinter den Kulissen.“

Wirtschaftlicher Aspekt und Preisbildung

Kutscherенко erinnerte an den wichtigen wirtschaftlichen Aspekt der Stromausfälle: „Alle konzentrieren sich auf den technischen Aspekt, also auf die Zeitpläne der Stromabschaltungen. Aber es gibt auch einen wirtschaftlichen Aspekt. Damit wir mit Ihnen einen Preis von 4,32 Hrywnja für Elektrizität haben, muss jemand den Marktpreis zahlen, der heute 12-15 Hrywnja pro Kilowatt beträgt.”

Warum gibt es so viel Licht in Einkaufszentren?

Oleksiy Kutscherенко stimmt zu, dass das Vorhandensein von Licht in Einkaufszentren und Geschäftszentren im dunklen Kiew Unzufriedenheit hervorruft: „Es ärgert mich auch, das Scheinwerferlicht in Einkaufszentren zu sehen, wenn ich es sehe, aber sie zahlen den Marktpreis für Elektrizität - 15 Hrywnja pro Kilowatt.”

Die Bedrohung durch Frost und kein Blackout

Dennoch betont der Parlamentarier: „Es wird keinen klassischen Blackout in Kiew geben.“ Die Situation könnte sich im Falle strenger Frostbedingungen verschlechtern, die mehrere Tage andauern. In „Ukrenergo“ wurde erklärt, dass strenge Fröste die Zeitpläne für die Stromabschaltungen stark beeinträchtigen werden.

Was wird mit Kiew geschehen und was haben die 'Schaukelbewegungen' damit zu tun

Der Experte ist der Meinung, dass es für Kiew keine bessere Prognose gibt: „Alles hängt von den weiteren Aktionen der Russen ab. Die Situation in Kiew verbessert sich nach jedem Angriff, aber wenn es wieder einen Angriff gibt, wird Kiew zu Zeitplänen mit 3-4 Schichten zurückkehren. Solche 'Schaukelbewegungen', die allen unangenehm sind.“

Die Menschen haben vergessen, dass es Krieg im Land gibt

Kutscherенко betont auch, dass das Fehlen von Licht eine Folge des Krieges ist: „Das Hauptziel des Feindes ist, dass wir alle hier ohne Elektrizität leben. Und unsere Leute denken irgendwie, dass der Krieg irgendwo in Pokrovsk stattfindet und man hier in die Cafés gehen kann.“

Werden die Stromabschaltungen gerecht sein?

Oleksiy Kutscherенко betonte die Notwendigkeit der Kontrolle über die Gerechtigkeit der Stromabschaltungen: „Natürlich ärgert es die Menschen, wenn in ihrem Gebäude das Licht 14 Stunden fehlte und im benachbarten nur 6-8 Stunden. Diese Frage muss auf lokaler Ebene kontrolliert werden.“

Somit bleibt die Situation mit der Stromversorgung in Kiew komplex, und die Bewohner sollten bereit sein, mögliche Schwierigkeiten zu erwarten. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Energieinfrastruktur des Landes ernsthafte Prüfungen durchläuft, und wie lange diese schwierige Situation anhält, wird direkt von den Handlungen des Aggressors abhängen. Jeder von uns muss auch bewusst mit dem Energieverbrauch umgehen, um die allgemeine Stabilität in der Stadt zu unterstützen.


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