Ukrainische Behörden decken 141-Millionen-Betrug bei Ökostrom-Förderung auf.
Milliardenbetrug bei Fördergeldern aufgedeckt
Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Antikorruptionsbehörde NABU und die Sonderstaatsanwaltschaft haben ein Betrugssystem im Zusammenhang mit der sogenannten 'Grünen Tarif'-Förderung für Ökostrom aufgedeckt. Dabei wurden umgerechnet etwa 141,3 Millionen Hrywnja veruntreut. Die betroffenen Energieerzeugungsunternehmen befinden sich in der vorübergehend besetzten Region Saporischschja. Der 'Grüne Tarif' ist ein staatliches Förderinstrument, das den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben soll.
Am 21. Januar wurden neun Personen offiziell verdächtigt, darunter ein ehemaliger stellvertretender Leiter des Präsidialamtes der Ukraine. Ermittlungen ergaben, dass zwischen 2019 und 2020 ein ehemaliger Abgeordneter des Regionalrats von Donezk gemeinsam mit seinem Bruder die Kontrolle über mehrere Unternehmen übernahm, die Strom aus alternativen Quellen erzeugten. Im Fokus der Untersuchung stehen Solarparks mit einer Gesamtleistung von rund 60 Megawatt.
Internationale Ermittlungen laufen weiter
Die Durchsuchungen im Zuge des Falls erfolgten in enger Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden aus Deutschland und Österreich. Das Vorverfahren dauert an, und die genauen Mechanismen des Betrugs werden weiter aufgeklärt. Der Fall zeigt die entschlossenen Bemühungen der Ukraine, Korruption im sensiblen Energiesektor zu bekämpfen und die Verwendung von Staatsgeldern transparenter zu gestalten.
Die Aufdeckung dieses Falls unterstreicht die gestiegene Effektivität der ukrainischen Antikorruptionsinstitutionen und die Bedeutung internationaler Kooperation bei der Verfolgung von Finanzverbrechen.
Der Vorfall macht deutlich, wie wichtig eine lückenlose Kontrolle bei der Vergabe von Subventionen für erneuerbare Energien ist. Korruptionsskandale können das Vertrauen in solche zukunftsweisenden Förderprogramme nachhaltig beschädigen und ihre Wirksamkeit erheblich mindern.
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