Monobank-Gründer unter Beschuss: Nationalbank prüft Vorfall mit Kundin.
Eklat um ukrainische Neobank
Nach Angaben von TSN.ua: Die ukrainische Nationalbank hat eine Untersuchung gegen Monobank-Mitgründer Oleg Gorochowskyj eingeleitet. Anlass ist ein Vorgang bei der Video-Identifikation einer Kundin, bei dem Gorochowskyj diese öffentlich der pro-russischen Gesinnung bezichtigte. Er hatte ein Bild der Kundin, Karina Kolb, veröffentlicht, weil er im Hintergrund vermeintlich eine russische Flagge erkannte. Solche Vorwürfe sind in der Ukraine, die sich im Krieg mit Russland befindet, besonders schwerwiegend.
Karina Kolb wies die Anschuldigungen entschieden zurück. Bei der Flagge im Hintergrund habe es sich nicht um die russische, sondern um die slowenische Nationalflagge gehandelt, so ihre Darstellung. Die öffentliche Bloßstellung hatte dennoch unmittelbare Konsequenzen für die Familie der Kundin.
Mein Mann dient an der Front und wurde verwundet
Olga Kolb, Mutter von Karina
Ich bin fassungslos, dass mein Kind unter dem Handeln eines Bankmanagers leiden muss
Olga Kolb, Mutter von Karina
Der Fall zeigt, wie wichtig eine sorgfältige Faktenprüfung vor öffentlichen Anschuldigungen ist – besonders in sensiblen geopolitischen Kontexten. Die Reaktion der Aufsichtsbehörde unterstreicht die Ernsthaftigkeit des Vorfalls. Für Monobank, eine der führenden digitalen Banken der Ukraine, geht es nun auch um Vertrauen und Reputation bei der Kundschaft.
Lesen Sie auch
- Militärführung in der Ukraine drohen Geldstrafen bei Missachtung von Soldatenanträgen
- Selenskyj kündigt weitere Angriffe auf Russland an – Grund sei Putins mangelnde Bereitschaft, den Krieg zu beenden
- Moskau droht Kiew mit Konsequenzen: Lawrow kündigt „Wiederherstellung von Rechten“ an
- Ukraine entschuldigt sich bei Griechenland nach Vorfall mit Marine-Drohne Magura V5
- Armenien vor richtungsweisender Wahl am 7. Juni: Was für das Land und die Region auf dem Spiel steht
- Neue Friedensinitiative: Selenskyj würdigt Journalisten und schlägt Gipfeltreffen vor

