Über eine Milliarde Dollar in einer Woche verkauft: Reicht das, um die Griwna zu stützen?.

Über eine Milliarde Dollar in einer Woche verkauft: Reicht das, um die Griwna zu stützen?
Über eine Milliarde Dollar in einer Woche verkauft: Reicht das, um die Griwna zu stützen?

Der Kampf um den Wechselkurs

Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Zentralbank greift massiv in den Devisenmarkt ein, um die Abwertung der Landeswährung zu bremsen. Allein zwischen dem 9. und 13. März wurden Devisen im Gegenwert von 1.037,32 Millionen US-Dollar aus den Reserven veräußert. Seit Jahresbeginn 2026 hat die Notenbank damit bereits 8,3 Milliarden US-Dollar ihrer Gold- und Währungsreserven eingesetzt.

Trotz dieser Interventionen verliert die Griwna weiter an Wert. Lag der Dollarkurs am 1. Januar 2026 noch bei 42,30 UAH, ist er bis zum 14. März auf 44,16 UAH gestiegen. Auch der Euro verteuerte sich im selben Zeitraum von 49,80 UAH auf 50,95 UAH.

Der Ökonom Oleksij Kuschtsch prognostiziert: 'In naher Zukunft könnte der Dollar 47 bis 48 Griwna kosten.'

Zusätzlich verloren ab dem 2. März Banknoten der Stückelungen 1, 2, 5 und 10 UAH der Serien 2003–2007 ihre Gültigkeit – ein Schritt, der die ohnehin angespannte Lage weiter verkomplizieren könnte. Die Devisenmärkte bleiben nervös, und die künftigen Entscheidungen der Nationalbank werden entscheidend dafür sein, ob sich der Kurs der Landeswährung stabilisieren lässt.

Wirtschaftliche Aussichten

Angesichts des anhaltenden Anstiegs von Dollar- und Eurokursen sowie der hohen Abflüsse aus den Währungsreserven wächst die Sorge um die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Die Außerkraftsetzung alter Banknoten könnte zudem inflationäre Tendenzen verstärken und das Vertrauen der Bevölkerung in die heimische Währung beeinträchtigen.

Beobachter richten ihren Blick nun auf die nächsten Schritte der Notenbank – sie könnten über die Stabilität der Griwna und die gesamtwirtschaftliche Lage in der Ukraine mitentscheiden.


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