Selenskyj erhielt in Warschau das Buch Dokumente der Wolhynien-Tragödie: symbolische Geste von Nawrocki.
Nach Angaben von ТСН: Am Vorabend fand der Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Warschau statt, wo er seinen polnischen Kollegen Karol Nawrocki traf. Während des Treffens im Präsidentenpalast erhielt der Präsident der Ukraine ein Buch, das besondere Aufmerksamkeit erregte.
Es stellte sich heraus, dass dieses Werk das Buch "Dokumente der Wolhynien-Tragödie" in ukrainischer Sprache war, das der Präsident Polens Selenskyj schenkte.
Die zweibändige Untersuchung wurde im Jahr 2023 veröffentlicht, als Karol Nawrocki das Amt des Präsidenten des Instituts für nationales Gedenken innehatte. Das Buch enthält Zeugenaussagen, von denen viele durch Unterschriften bestätigt werden.
Bedeutung der Wolhynien-Tragödie
Die Wolhynien-Tragödie hinterlässt seit vielen Jahren ihren Fußabdruck in den Beziehungen zwischen Polen und der Ukraine. Diese Frage bleibt eines der aktuellsten und sensibelsten.
Nach Angaben des Instituts für nationales Gedenken Polens wurden während der Verhandlungen die Zusammenarbeit im Bereich des Gedenkens, Such- und Exhumierungsarbeiten, Kriegsverbrechen und Repressionen sowie die ukrainischen Opfer auf polnischem Gebiet erörtert.
Das Institut qualifiziert das Geschenk an Selenskyj als "symbolische Geste", die die Bedeutung der Exhumierung der Opfer der Wolhynien-Tragödie sowohl für den polnischen Staat als auch zur Stärkung der polnisch-ukrainischen Beziehungen unterstreicht.
Die Position beider Länder
Wolodymyr Selenskyj betonte, dass die Ukraine die Position Polens zur Wolhynien-Tragödie respektiert und mitteilte, dass bereits Such- und Exhumierungsarbeiten durchgeführt werden. Nawrocki betonte ebenfalls, dass die gemeinsame Lösung von Fragen der nationalen Gedenken mit der Ukraine "uns helfen wird, die RF zu entziehen, um uns zu teilen".
Nawrocki machte einige Erklärungen nach dem Treffen mit Selenskyj, insbesondere zur Einheit der Ansichten über Sicherheit und Verteidigung zwischen Warschau und Kiew. Seiner Meinung nach teilen die Länder die Ansicht, dass die RF ein "neue imperiale, postsowjetische" Staatsformation ist, die eine Bedrohung für die Region darstellt.
Die Sensibilität des Themas in den Beziehungen
Das Thema der Wolhynien-Tragödie ist in den Beziehungen zwischen Warschau und Kiew äußerst sensibel. Nawrocki, der am 6. August seine Amtszeit als Präsident antreten wird, hat die Bedeutung dieses Themas immer wieder betont.
Im Januar 2025 begannen in Polen die ersten Exhumierungen der "UPA-Opfer" in Wolhynien, die bis heute andauern. Dies hat die Frage einer Überprüfung der ukrainischen Lehrbücher wegen der Interpretation der Ereignisse von 1943 aufgeworfen.
Die Situation um die Wolhynien-Tragödie und die weiteren Schritte zur Exhumierung könnten die Entwicklung der Beziehungen zwischen der Ukraine und Polen beeinflussen. Beide Seiten sind sich bewusst, dass die Arbeit an einem gemeinsamen Gedächtnis die Grundlage für die Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit in der Zukunft sein könnte.
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