Neue Gefahr für die ukrainische Wirtschaft: Jährlich fehlen 800.000 Menschen.
Wirtschaftslage in der Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: In der Sendung "News.LIVE" analysierte der Ökonom Oleksij Kuschtsch die wirtschaftliche Situation der Ukraine, den Krieg, die Inflation und globale Krisen. Moderator Vitalij Prudyus thematisierte unter anderem den massiven Beschuss Kiews durch russische Besatzer am 2. Juli 2023, bei dem 22 Menschen ums Leben kamen.
Kuschtsch betonte, dass die Ukraine jährlich rund 800.000 Menschen verliere – ein Verlust, der die Wirtschaft massiv belaste. Zudem erörterte er, wie russische Angriffe auf Produktionsstätten das Wirtschaftswachstum bremsen. Ein weiterer Punkt waren die Berichte der Nationalbank der Ukraine, die laut Kuschtsch
"zusammengebrochen"seien, was eine realistische Einschätzung der Wirtschaftslage erschwere. Der Experte hob hervor, wie viel Geld der Wirtschaft durch den Krieg entgangen sei.
Inflation und Investitionsprobleme
Kuschtsch ging auch auf die Inflation ein und stellte fest, dass die Nationalbank zwar versuche, sie einzudämmen, die Ukrainer jedoch im vergangenen Jahr einen deutlichen Preisanstieg bemerkt hätten. Darüber hinaus wurden die Aussichten für den Börsengang der Privatbank, die Zurückhaltung von Investoren aufgrund des Krieges sowie Wirtschaftskrisen in den USA, Belarus und China diskutiert. Die Prognose von Serhij Fursa zum Dollarkurs bis Ende 2026 geht von keinen starken Schwankungen im Sommer aus. Zum Kontext: Der Bevölkerungsrückgang durch Krieg und Abwanderung verschärft den Fachkräftemangel und schwächt die Binnennachfrage zusätzlich.
Die Ausführungen von Oleksij Kuschtsch verdeutlichen die Komplexität der wirtschaftlichen Lage in der Ukraine angesichts des anhaltenden Krieges und seiner Folgen für die sozioökonomische Entwicklung. Insbesondere der kriegsbedingte Bevölkerungsrückgang und die Angriffe auf Produktionsstätten erschweren die wirtschaftliche Erholung erheblich, was sich bereits in den Inflationsprozessen niederschlägt. Die Zurückhaltung der Investoren spiegelt zudem die Unsicherheit wider, die langfristige Wirtschaftsprognosen und die Überwindung der Krise behindern könnte.
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