Nach tödlichem Angriff: Norwegische Helfer setzen Minenräumung in der Ukraine aus.
Russischer Beschuss fordert Opfer unter Minenräumern in der Region Cherson
Nach Angaben von Novyny.live: Die internationale Hilfsorganisation Norwegian People’s Aid (NPA) stoppt vorerst ihre Minenräumaktivitäten in der Ukraine. Grund ist der Tod zweier Mitarbeiter durch einen russischen Angriff. Die Organisation, die seit 2022 in der Ukraine im Einsatz ist, erlitt diesen Verlust bei einem Beschuss am 24. Juni 2023 in der Ortschaft Nowopetriwka (Gemeinde Wyssokopillja).
Ein Mitarbeiter starb noch am Unglücksort, ein weiterer erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Generalsekretär Raymond Johansen äußerte sich zu dem Vorfall:
„Dieser Angriff zeigt, wie gefährlich die Arbeit humanitärer Helfer in Kriegs- und Konfliktgebieten ist.“ – Raymond Johansen
Derzeit beschäftigt Norwegian People’s Aid 475 Kräfte in der Ukraine, die dort unter anderem mit der gefährlichen Räumung von Minen und Blindgängern betraut sind. Dieser Einsatz ist essenziell für die Sicherheit der Bevölkerung.
Lage in der Region Cherson
Bereits Anfang Juni 2023 wurden in der Region Cherson 443 Attacken russischer Truppen registriert. Innerhalb einer Woche setzte der Gegner rund 800 Geschosse ein, was 11 Tote und 97 Verletzte zur Folge hatte. Diese Zahlen verdeutlichen die prekäre Sicherheitslage und die ständige Gefahr für humanitäre Helfer, die den Konfliktbetroffenen zur Seite stehen.
Dieses tragische Ereignis unterstreicht die wachsenden Risiken für Hilfsmissionen in der Ukraine, besonders in der Nähe der Front. Die Aussetzung der Arbeit von Norwegian People’s Aid könnte den ohnehin schwierigen Minenräumprozess deutlich verzögern. Dadurch würden sich auch der Wiederaufbau der Infrastruktur und die Rückkehr der Bewohner in ihre Häuser weiter hinauszögern. Angesichts unablässiger Angriffe ist es umso wichtiger, die Sicherheit der humanitären Kräfte zu gewährleisten, denn ihr Einsatz ist für die Unterstützung der leidenden Zivilbevölkerung unverzichtbar.
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