Energiekrise verschärft sich: Stromausfälle in der Ukraine dauern bis zu 16 Stunden.

Energiekrise verschärft sich: Stromausfälle in der Ukraine dauern bis zu 16 Stunden
Energiekrise verschärft sich: Stromausfälle in der Ukraine dauern bis zu 16 Stunden

Neue Stufenpläne für Stromrationierungen in Kraft

Nach Angaben von TSN.ua: Die Ukraine hat ihr System für Stromabschaltungen überarbeitet. Die meisten Regionen wechseln nun in die Stufen 4,5 bis 5, was zu täglichen Stromausfällen von über 16 Stunden führen kann. Sergej Kowalenko, Generaldirektor des Energieversorgers Yasno, gab diese Änderung der Abschaltpläne am 18. Januar 2023 bekannt. Die Maßnahmen sind eine direkte Folge der massiven Schäden an der Energieinfrastruktur durch russische Angriffe.

In Kiew gelten derzeit Notabschaltungen ohne festen Zeitplan. Nach groben Schätzungen könnte die Stromversorgung in der Hauptstadtregion nur etwa 3 Stunden am Tag verfügbar sein, während die Ausfälle bis zu 10 Stunden dauern. Sergej Kowalenko stellte klar, dass die früher genannten maximalen Intervalle von 7 Stunden ohne und 3,5 Stunden mit Strom aktuell nicht mehr zutreffen. Stand 18. Januar 2023 kommt es in Kiew zudem zu ständigen lokalen Netzstörungen, verursacht durch Frost und die überlastete, veraltete Infrastruktur.

Versorgungskrise in Kiews Wohngebäuden

Eine besondere Herausforderung sind die zahlreichen Störungen in den Wohnhäusern Kiews. Infolgedessen sind Reparaturtrupps im Einsatz, um die Wärmeversorgung in 143 Gebäuden wiederherzustellen. Die Behörden raten Bewohnern bei Notfällen zu folgenden Schritten:

  • Kontaktaufnahme mit der Hausverwaltung oder der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG);
  • Überprüfung der hausinternen Elektrik durch einen Fachmann;
  • Meldung des Schadens beim Netzbetreiber.

Die Verschärfung der Abschaltpläne unterstreicht die gravierenden Probleme der ukrainischen Energieinfrastruktur, die sich durch den Winterfrost noch zuspitzen. Langanhaltende Stromausfälle beeinträchtigen den Alltag der Bevölkerung erheblich, besonders in der kalten Jahreszeit, in der der Bedarf an Heizung und Elektrizität am größten ist. Die Situation macht deutlich, wie wichtig schnelle Reparaturen und ein funktionierendes Notfallmanagement sind, um die Grundversorgung aufrechtzuerhalten.


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