Geldtransfers zwischen Karten in der Ukraine: Neue Obergrenzen gelten bis 2026.

Geldtransfers zwischen Karten in der Ukraine: Neue Obergrenzen gelten bis 2026
Geldtransfers zwischen Karten in der Ukraine: Neue Obergrenzen gelten bis 2026

Verschärfte Regeln für Überweisungen in der Ukraine

Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine treten neue Beschränkungen für Überweisungen von Karte zu Karte in Kraft. Diese Regelungen sind bis Juni 2026 befristet. Für Kunden mit einem mittleren Risikoprofil liegt das monatliche Limit dann bei 100.000 Griwna, während Kunden mit erhöhtem Risiko nur noch bis zu 50.000 Griwna pro Monat überweisen dürfen. Grundlage dieser Maßnahmen ist ein Memorandum, das Ende 2024 von den größten Banken und Finanzunternehmen des Landes gemeinsam mit der Nationalbank unterzeichnet wurde.

Einzelfirmen unter besonderer Beobachtung

Für Einzelunternehmer (FOP) gelten ab dem 1. September 2026 zunächst folgende Obergrenzen: Unternehmer der Gruppe 1 dürfen monatlich bis zu 600.000 Griwna transferieren, während die Grenze für die Gruppen 2 und 3 bei 3 Millionen Griwna liegt. Diese Werte werden jedoch ab dem 1. Dezember 2026 gesenkt:

  • für FOPs der Gruppe 1 auf 400.000 Griwna;
  • für FOPs der Gruppen 2 und 3 auf 1 Million Griwna pro Monat.

Zudem gilt für als risikoreich eingestufte juristische Personen ab September 2026 ein monatliches Limit von 5 Millionen Griwna. Auch dieses wird ab Dezember 2026 auf 2 Millionen Griwna reduziert. Hintergrund der neuen Beschränkungen ist das Bestreben der Aufsichtsbehörden, Finanzströme besser zu kontrollieren und die Risiken im ukrainischen Bankensektor zu minimieren.

Die neuen Regeln sind Teil einer umfassenderen Strategie des Staates und der Finanzinstitute, die Stabilität des Bankensektors zu erhöhen und Finanzdelikte zu unterbinden. Angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten und der anhaltenden Kriegssituation könnten diese Limiten die Verfügbarkeit von Finanzmitteln für Unternehmer und Privatpersonen spürbar einschränken. Dies unterstreicht, wie wichtig eine lückenlose Überwachung der Geldflüsse aus Sicht der Behörden ist. Marktteilnehmer werden sich auf die neuen Gegebenheiten einstellen müssen, was langfristig eine Anpassung ihrer Finanzplanung und Geschäftsmodelle erfordern könnte.


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