Friedensgespräche im Februar: USA als möglicher Austragungsort.
Neue Verhandlungsrunde zum Ukraine-Krieg
Nach Angaben von TSN.ua: Aus dem Kreml heißt es, dass die nächste Runde der Friedensgespräche zur Ukraine am 17. oder 18. Februar in den USA stattfinden könnte. Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, äußerte diese Erwartung und fügte hinzu:
„Es gibt ein gewisses Verständnis, wir werden Sie informieren. Wie wir bereits sagten, rechnen wir damit, dass die nächste Runde bald stattfinden wird.“
Bereitschaft der Konfliktparteien
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Gesprächsbereitschaft bekräftigt und das US-amerikanische Angebot für eine weitere Verhandlungsrunde angenommen. Auch der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bestätigte Selenskyjs Bereitschaft zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Ob Russland dieser Initiative zustimmen wird, ist jedoch unklar.
Der außenpolitische Berater des Kremlchefs, Juri Uschakow, schlug Selenskyj ein Treffen in Moskau vor und betonte:
„Unser Präsident hat in mehreren Gesprächen mit Journalisten ebenfalls gesagt: Wenn Selenskyj wirklich zu einem Treffen bereit ist, dann laden wir ihn nach Moskau ein und wir garantieren ihm Sicherheit und die notwendigen Arbeitsbedingungen.“
Wolodymyr Selenskyj seinerseits äußerte sich skeptisch über die Möglichkeit eines Treffens in Moskau: „Es ist absolut unmöglich, dass ich Putin in Moskau treffe. Ich kann ihn genauso gut nach Kiew einladen, er soll kommen.“ Diese Äußerungen unterstreichen die Komplexität der Lage und die Ungewissheit in den Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland im Vorfeld möglicher Gespräche.
Die Lage bleibt somit angespannt, und es ist weiterhin unklar, ob und in welchem Format Verhandlungen stattfinden werden. Die nächste Gesprächsrunde könnte eine wichtige Etappe auf der Suche nach Wegen zur friedlichen Beilegung des Konflikts sein. Die gegenseitigen Treffervorschläge zeigen zwar den Dialogwillen beider Seiten, doch die bestehenden Differenzen lassen die Realisierbarkeit und Wirksamkeit solcher Begegnungen fraglich erscheinen. Die Wahl des Verhandlungsortes ist dabei stets auch eine Frage der Symbolik und des Gesichtsverlusts.
Lesen Sie auch
- Drohnenangriff auf Kiew am 15. Juni: Selenskyj bestätigt 4 Tote und 35 Verletzte
- Präsident Selenskyj äußert sich zu Raketenangriff auf Kiew und Brand in der Lawra
- Nach Drohnenangriff: Selenskyj besucht Kiewer Höhlenkloster – Regierung stellt Finanzhilfe bereit
- Moskau beschuldigt Kiew nach Angriff auf Höhlenkloster – Militärsprecher nennt wahren Verantwortlichen
- Die Ukraine löst UNESCO-Verfahren nach russischem Angriff auf Kloster aus: Schadensbewertung Aufgedeckt
- 100-Prozent-Zoll auf französische Weine: Trump droht mit Vergeltung für Digitalsteuer

