Stromausfall nach Angriff auf Charkiw: Neutronenquelle lahmgelegt – Hintergründe zur nuklearen Sicherheit.
Nächtlicher Beschuss legt Forschungseinrichtung lahm
Nach Angaben von UATV: In der Nacht zum 12. März wurde die nukleare Subkritische Anlage 'Neutronenquelle' im Charkiwer Institut für Physik und Technologie durch einen russischen Angriff vom Stromnetz getrennt. Der Beschuss der Stadt führte dazu, dass die Anlage keinen externen Strom mehr erhielt. Dies löste Besorgnis über die nukleare Sicherheit in der Region aus.
Nach dem Stromausfall wurde die Neutronenquelle zunächst durch Notstromaggregate am Laufen gehalten. Die Einrichtung ist von zentraler Bedeutung für:
- die Herstellung medizinischer Radionuklide,
- die Ausbildung von Fachpersonal,
- die Durchführung wissenschaftlicher Experimente.
IAEA äußert sich zu den Folgen
Andrij Sybiha, ein Vertreter der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), betonte:
„Die IAEA hat die direkten Auswirkungen russischer Angriffe auf das ukrainische Energiesystem für die nukleare Sicherheit anerkannt.“Diese Aussage unterstreicht, wie verletzlich selbst friedliche Nuklearanlagen in Kriegszeiten sind.
Die Vorfälle verdeutlichen die prekäre Lage der nuklearen Sicherheit in der Ukraine angesichts des anhaltenden bewaffneten Konflikts. Die Abschaltung der Neutronenquelle zeigt, wie dringend der Schutz solcher Einrichtungen ist – denn ihr Betrieb ohne ausreichende Sicherheitsvorkehrungen könnte weit über die Landesgrenzen hinaus schwerwiegende Konsequenzen haben.
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