Beschüsse ukrainischer Umspannwerke könnten zu einer Notlage in Kernkraftwerken führen.
Der Energieminister Herman Galuschenko sagte, dass weitere russische Angriffe auf das ukrainische Energienetz zu einer Notlage in den betriebenen Kernkraftwerken führen könnten, die von Kiew kontrolliert werden. Die Bedrohung der Zerstörung von zehn Schlüsselknotenpunkten, die mit den Kernkraftwerken verbunden sind, könnte zu einem Blackout im Land und zu einer radioaktiven Notlage führen.
Der Minister betonte, dass russische Angriffe die nuklearen Risiken immer näher an die Grenzen der Ukraine zum Europäischen Union heranbringen. Er merkte an, dass die russischen Militärs genau wissen, was sie tun, wenn sie Umspannwerke angreifen, die für die nukleare Sicherheit kritisch sind.
Die Notwendigkeit eines kontinuierlichen Stromflusses für den Betrieb der Kernkraftwerke besteht darin, dass sie Stabilität gewährleisten und die Übertragung von Hochspannungsstrom regeln. Im Gegensatz zu fossilen oder erneuerbaren Energiequellen erfordern Kernkraftwerke einen kontinuierlichen Stromfluss, um den Betrieb der Sicherheitssysteme zu gewährleisten. Wenn dieser Fluss unterbrochen wird, kann der Brennstoff in der aktiven Zone des Reaktors überhitzen, was zu unkontrollierten Strahlungsfreisetzungen führen kann.
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat ihre Überwachungsmission in der Ukraine auf Umspannwerke ausgeweitet, was auf das Risiko für die nukleare Sicherheit hinweist. Normalerweise befassen sich die Inspektoren der IAEA mit der Verfolgung von Kernmaterialien, aber nun überwachen sie auch die nationalen Energieversorgungsnetze.
Der russische Präsident Wladimir Putin beschuldigte Kiew, „Angriffe“ auf das Kernkraftwerk Kursk und droht, Angriffe auf ukrainische Kernkraftwerke auszuführen. Die IAEA empfiehlt jedoch, die Reaktoren des Kernkraftwerks Saporischschja nicht neu zu starten, solange der Krieg andauert.
Lesen Sie auch
- Kraftstoffmangel in Russland: Putin räumt Probleme ein – Tankstellen schließen oder rationieren Sprit
- Ohne Zugeständnisse kein Stopp: Putin hält an Kriegskurs fest – Russland leidet unter Treibstoffmangel und sinkenden Umfragewerten
- Putins Regime am Abgrund: Opposition warnt vor schwerster Krise
- Warum Putin laut Ex-Botschafter Israels keine Wahl bleibt: Die komplette Mobilmachung als letzter Ausweg
- Experte sieht Putin am Scheideweg: Krieg gegen Ukraine ist verloren
- Putin setzt auf weitere Kriegführung: Warum Zugeständnisse aus Kiew nötig sein könnten

