Warum die Russen in der Krim Transformatoren aus dem Kanal ausbauen: Ein alarmierendes Signal für die Stromversorgung.
Ausbau von Transformatoren auf der Krim
Nach Angaben von Espreso.tv: Die russischen Besatzungsbehörden auf der Krim haben damit begonnen, Leistungstransformatoren von den Pumpstationen des Nord-Krim-Kanals zu demontieren. Hintergrund dieser Maßnahme ist der dringende Bedarf, die Stromversorgung beschädigter Anlagen wiederherzustellen, da in Russland ein Mangel an Ersatztransformatoren herrscht. Die betroffenen Transformatoren haben eine Leistung zwischen 10 und 40 MVA und werden gezielt aus den Pumpstationen entfernt, die seit Juni 2023 nicht mehr in Betrieb sind.
Gründe für den Ausbau
Die Entscheidung hängt auch mit früheren Ereignissen zusammen: Die Sprengung des Kachowka-Staudamms durch russische Truppen führte zu einem Absinken des Wasserstands im Dnjepr, was wiederum die Wasserversorgung der Region beeinträchtigte. Bereits am 13. Juli erklärte die Besatzungsverwaltung der Krim, dass sie weder die Treibstofflieferungen garantieren noch verbindliche Strompläne aufstellen könne. Diese Umstände haben dazu geführt, dass nun Ausrüstung abgezogen wird, um die Energieversorgung strategisch wichtiger Einrichtungen zu sichern.
Zu den Zielen, die mit den demontierten Transformatoren versorgt werden sollen, gehören:
- der militärisch-industrielle Komplex
- Eisenbahnknotenpunkte
- Luftabwehrsysteme
- Radarstationen
- Kommandoposten
Dies zeigt deutlich, dass die Energieversorgung strategischer Anlagen oberste Priorität hat – ein Hinweis auf die Intensivierung der Kampfhandlungen in der Region und die Notwendigkeit, die militärische Infrastruktur aufrechtzuerhalten. Der Ausbau der Transformatoren aus den Pumpstationen deutet auf tiefgreifende Probleme in der Energieinfrastruktur der Krim hin, die durch Kampfhandlungen und Zerstörungen verursacht wurden. Die Verlagerung der Ausrüstung auf militärische Einrichtungen unterstreicht, wie sehr Energie zu einer Kriegsressource geworden ist, was weitreichende Folgen für die zivile Bevölkerung haben könnte.
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