Schon der zehnte Stromausfall am AKW Saporischschja: Was auf der besetzten Anlage passiert.

Schon der zehnte Stromausfall am AKW Saporischschja: Was auf der besetzten Anlage passiert
Schon der zehnte Stromausfall am AKW Saporischschja: Was auf der besetzten Anlage passiert

Lage im Kernkraftwerk Saporischschja

Nach Angaben von UATV: Nach einem erneuten Blackout ist die externe Stromversorgung am Kernkraftwerk Saporischschja wiederhergestellt worden. Seit Jahresbeginn 2026 ist dies bereits der zehnte Verlust der externen Energiezufuhr. Bereits am 3. Juli 2023 hatte es auf dem Gelände einen vollständigen Stromausfall gegeben, woraufhin das AKW auf Notstrom-Dieselgeneratoren umschalten musste.

Das Kernkraftwerk Saporischschja steht seit mehr als vier Jahren unter russischer Besatzung. Vertreter der staatlichen Atomenergiegesellschaft ‚Energoatom‘ erklärten, dass die Anlage erneut die externe Stromversorgung verloren habe und auf Reserve-Dieselgeneratoren angewiesen gewesen sei. Sie betonten zudem, dass diese Häufigkeit beispiellos sei und den kritischen Zustand der nuklearen Sicherheit an diesem Standort widerspiegele. Zum Kontext: Die Anlage ist die größte in Europa und war schon vor der Besatzung ein zentraler Bestandteil der ukrainischen Energieversorgung.

Gefahren für die nukleare Sicherheit

Trotz der Wiederherstellung der Stromzufuhr bleiben die Risiken für die nukleare und Strahlensicherheit hoch. Wie Vertreter von ‚Energoatom‘ betonen, verschwinden diese Gefahren nicht, solange das Kernkraftwerk Saporischschja unter russischer Kontrolle steht. Die Lage sorgt bei Fachleuten und in der internationalen Gemeinschaft für erhebliche Besorgnis.

Die Wiederherstellung der externen Stromversorgung ist zwar eine positive Nachricht, mindert jedoch nicht die mit der Sicherheit verbundenen Bedrohungen. Die ständigen Blackouts belegen die Instabilität der Anlage, die weiterhin von Besatzungskräften kontrolliert wird. Experten fordern eine internationale Überwachung, um die nukleare Sicherheit in der Region zu gewährleisten – denn die Gefahren könnten nicht nur die Ukraine, sondern auch benachbarte Länder betreffen.


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