Kraftstoff-Krise auf der Krim: Russische Besatzer rationieren Benzin – nur noch 20 Liter pro Tag.
Benzinrationierung auf der besetzten Halbinsel
Nach Angaben von Espreso.tv: Am 30. Mai 2026 um 9:00 Uhr tritt auf der Krim eine drastische Maßnahme in Kraft: Der von Russland eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow hat den Verkauf von Superbenzin (AI-95) auf 20 Liter pro Tag und Person begrenzt. Grund ist eine akute Treibstoffknappheit, die die Region praktisch lahmlegt. Anwohner berichten von massiven Schwierigkeiten, ihr Fahrzeuge zu betanken.
Die neue Regelung erlaubt maximal 20 Liter Kraftstoff pro Käufer und Tag. Aksjonow appellierte an die Bevölkerung, keine Hamsterkäufe zu tätigen und ihre Autos wie gewohnt zu betanken. Dieser Schritt verdeutlicht die prekäre Versorgungslage, die durch ukrainische Militäraktionen weiter verschärft wird.
„Ich bitte die Bewohner der Krim, kein Benzin auf Vorrat zu kaufen und ihre Fahrzeuge im normalen Modus zu betanken“, — Sergej Aksjonow
Versorgungswege unter Beschuss
Die Treibstoffversorgung der Halbinsel erfolgte bislang über drei Hauptwege, die nun weitgehend blockiert oder zerstört sind:
- Der Landkorridor von Taganrog nach Dschankoj ist de facto nicht mehr nutzbar.
- Die letzte Fähre, die „Slawjanin“, wurde von der ukrainischen Armee außer Gefecht gesetzt.
- Die illegal errichtete Krim-Brücke (Kertsch-Brücke) darf von der russischen Führung nicht für Benzintransporte genutzt werden.
Ukrainische Verteidigungskräfte kontrollieren die Straße von Taganrog nach Dschankoj, während die ukrainischen Streitkräfte regelmäßig Treibstofflager auf der Krim angreifen. Diese Angriffe machen die ohnehin schwierige Versorgungslage nahezu unmöglich.
Die aktuellen Einschränkungen sind ein klares Zeichen für die schwerwiegenden Versorgungsengpässe in der Region. Diese werden durch die anhaltenden Kampfhandlungen und gezielte Angriffe auf die Infrastruktur verursacht, was den Alltag der Krim-Bewohner massiv beeinträchtigt.
Die Rationierung von Benzin auf der Krim unterstreicht die angespannte humanitäre Lage, die durch den Krieg und die Zerstörung wichtiger Versorgungswege entstanden ist. Ohne eine stabile Treibstoffzufuhr drohen schwerwiegende Folgen für die Wirtschaft der Halbinsel und die Lebensqualität ihrer Einwohner. Angesichts der anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen ist in absehbarer Zeit keine Besserung der Situation zu erwarten.
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