Ukrainischer Ombudsmann fordert verpflichtende Bodycams für Wehrdienstämter.
Forderung nach mehr Transparenz
Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez hat sich für eine flächendeckende Einführung von Bodycams bei den Mitarbeitern der Territorialen Rekrutierungszentren (TRZ) ausgesprochen. Bei einer Sitzung des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses am 9. Februar kritisierte er, dass solche Kameras derzeit weder verpflichtend noch weit verbreitet seien. Diese Einrichtungen sind in der Ukraine für die Mobilisierung und Rekrutierung zuständig.
Laut Lubinez hätten Überprüfungen von Vorfällen ergeben, dass TRZ-Mitarbeiter oft keine funktionierenden Bodycams besäßen. Als Hauptgrund für diesen Mangel nannte er fehlende finanzielle Mittel.
'Zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben definitiv nicht alle Einsatzgruppen Bodycams. Im Moment sind Bodycams kein verbreitetes Phänomen', stellte Ombudsmann Dmytro Lubinez fest.
Er betonte zudem, dass bei fehlenden Videoaufzeichnungen den Aussagen von Bürgern automatisch Vorrang eingeräumt werden müsse.
'Ich bin der Ansicht, dass bei Abwesenheit von Bodycam-Videos automatisch den Worten der Bürger Glauben geschenkt werden muss, und nicht umgekehrt', fügte Lubinez hinzu.Der Ombudsmann pochte darauf, die Kameras als verpflichtenden Ausrüstungsgegenstand für die Arbeit in den TRZ einzuführen.
Vorteile der Kameraausstattung
Die Einführung von Bodycams in den Territorialen Rekrutierungszentren könnte das Maß an Transparenz und Vertrauen in deren Arbeit erheblich steigern. Sie würden außerdem die Aufklärung von Vorfällen erleichtern und zum Schutz der Bürgerrechte beitragen.
Angesichts knapper finanzieller Ressourcen ist es eine Herausforderung, Mittel für diese moderne Technologie bereitzustellen. Eine Investition in diese Ausstattung könnte sich jedoch positiv auf die Dienstleistungsqualität der Zentren und den Umgang mit den Bürgern auswirken.
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