Mietrückstände in der Ukraine: Ab wann droht 2026 die Kündigung?.

Mietrückstände in der Ukraine: Ab wann droht 2026 die Kündigung?
Mietrückstände in der Ukraine: Ab wann droht 2026 die Kündigung?

Mietrecht in der Ukraine: Was Mieter und Vermieter wissen müssen

Nach Angaben von Novyny.live: Das ukrainische Mietrecht legt die Rechte und Pflichten beider Vertragsparteien eindeutig fest. Zwar können Verzögerungen bei der Mietzahlung verschiedene Ursachen haben – etwa verspätete Gehaltszahlungen, Bankprobleme oder persönliche Notlagen. Gemäß Artikel 815 des Zivilgesetzbuches der Ukraine ist der Mieter jedoch grundsätzlich zur pünktlichen Zahlung verpflichtet.

Bei ausbleibender Miete hat der Vermieter ein Kündigungsrecht. Laut Artikel 825 des Gesetzbuches kann er bei einem langfristigen Mietverhältnis kündigen, sobald ein Rückstand von sechs Monatsmieten vorliegt. Bei kurzfristigen Verträgen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr reichen bereits zwei ausstehende Zahlungen für eine fristlose Kündigung und Räumung aus.

Praktische Tipps für Mieter

Experten prognostizieren für das Jahr 2026 einen weiteren Anstieg der Mietpreise um 10 bis 20 Prozent. Wie Marina Kutz betont,

„werden die Mieten 2026 weiter um 10–20 % steigen, allerdings wird dieser Prozess etwas gemäßigter ablaufen als zuvor“
. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, Konflikte mit dem Vermieter zu vermeiden.

Mieter können mit diesen Verhaltensweisen Eskalationen vorbeugen:

  • Bieten Sie eine Teilzahlung an, beispielsweise ein Drittel der fälligen Summe. Dies signalisiert Ihren guten Willen.
  • Halten Sie alle Absprachen schriftlich fest. Ein Chat-Verlauf in Messengern kann im Ernstfall als Beweis dienen.
  • Seien Sie bereit, vertraglich vereinbarte Vertragsstrafen zu zahlen. Diskutieren Sie diese nicht im Nachhinein.

Bestimmte Handlungen können die Situation dagegen deutlich verschlimmern. Mieter sollten unbedingt vermeiden:

  • Anrufe zu ignorieren oder das Telefon abzuschalten.
  • Leere Versprechungen wie „morgen“ zu machen oder mit schwierigen Lebensumständen zu argumentieren, ohne Lösungen anzubieten.

Wie Mykola Losinskyi zutreffend anmerkt,

„Redlichkeit und Transparenz sind wichtiger als jede Hrywnja“
. Die Einhaltung dieser Grundsätze kann das Mietverhältnis entscheidend verbessern und für mehr Ruhe sorgen. Die aktuelle wirtschaftliche Lage unterstreicht die Bedeutung klarer Vereinbarungen.

Ein fundiertes Verständnis der gesetzlichen Regelungen ist für Mieter und Vermieter gleichermaßen essenziell. Angesichts der erwarteten Preisentwicklung auf dem Wohnungsmarkt helfen Kenntnisse der Rechtslage und praktischer Empfehlungen, Konflikte zu vermeiden und stabile Mietverhältnisse zu schaffen. Transparenz und Verantwortungsbewusstsein auf beiden Seiten sind der Schlüssel zu einer konstruktiven und langfristigen Zusammenarbeit.


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