Wenn Sozialleistungen eingefroren werden: Wie Schuldner bei der Oschadbank wieder an ihr Geld kommen.
Nach Angaben von Novyny.live: Die Oschadbank kann Sozialleistungen auf Konten sperren, wenn ein Pfändungsbeschluss vorliegt. Für viele Schuldner wird der Zugriff auf ihr Geld dadurch zur Hürde. Sie brauchen eine Genehmigung der Vollstreckungsbehörde, doch nicht jeder schafft es, dieses Verfahren reibungslos durchzustehen. Besonders betroffen sind Menschen, die auf diese Zahlungen angewiesen sind, etwa für den Lebensunterhalt.
Freigrenze und Fristen: Was Schuldnern zusteht
Ab 2026 liegt der monatliche Freibetrag für gepfändete Gelder bei 17.294 Griwna. Zum Vergleich: Der ukrainische Mindestlohn beträgt dann 8.647 Griwna. Schuldner dürfen monatlich einen Teil der gepfändeten Summe nutzen, müssen dafür aber mehrere Schritte durchlaufen. Nach Einreichung der nötigen Unterlagen hat der Vollstrecker zwei Arbeitstage Zeit, um eine Entscheidung zu treffen. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und soll den Betroffenen Planungssicherheit geben.
Wenn Kindergeld blockiert wird: Ein Fallbeispiel
Ein konkreter Fall zeigt die Schwierigkeiten: 14.000 Griwna an Kindesunterhalt waren eingefroren. Das belastet Familien, die genau dieses Geld für ihre Kinder brauchen. Eine betroffene Kundin berichtete:
„Ich bin am Mittwoch, dem 17.06.2026, in die Filiale gekommen – denn wegen des Krieges lebe ich im Ausland und konnte früher nicht kommen.“
Solche Umstände machen es vielen schwer, rechtzeitig die Freigabe zu beantragen. Die Betroffenen stehen oft vor bürokratischen Hürden, die ihre ohnehin schwierige Lage verschärfen.
So beantragen Sie den Zugriff auf gepfändete Gelder
Wer an sein gesperrtes Geld kommen will, sollte diese Schritte befolgen:
- Stellen Sie einen schriftlichen Antrag beim Vollstrecker.
- Geben Sie die Kontonummer und den Namen der Bank an.
- Bitten Sie darum, dieses Konto für den Zugriff freizugeben.
Einer betroffenen Frau wurde auf dem Bürgerportal geraten, sofort eine Beschwerde bei der ukrainischen Nationalbank einzureichen. Das zeigt, wie wichtig es ist, seine Rechte zu kennen und notfalls höhere Instanzen einzuschalten. Viele wissen gar nicht, dass sie gegen eine Blockade vorgehen können.
Die Oschadbank hat die Gültigkeitsdauer ihrer Karten bis zum 31. Dezember 2023 verlängert. Kunden können also weiterhin ihre Konten nutzen – doch das Problem des Zugriffs auf gepfändete Mittel bleibt bestehen. Gerade in schwierigen Lebenslagen wird das zur Zerreißprobe.
Die Sperrung von Sozialleistungen auf Schuldnerkonten in der Ukraine zeigt, wie wichtig Verbraucherschutz ist, besonders in wirtschaftlich angespannten Zeiten. Schuldner müssen wissen, wie sie reagieren können und wo sie Hilfe finden. Die verlängerte Kartennutzung bei der Oschadbank bis Ende 2023 kann den finanziellen Druck etwas mildern, doch das Grundproblem – der eingeschränkte Zugang zu gepfändeten Geldern – erfordert mehr Aufmerksamkeit von Staat und Finanzinstituten.
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