5 Nahrungsergänzungsmittel, die den Blutdruck erhöhen: Ärztin warnt Hypertoniker.
Nach Angaben von ТСН: Die Kontrolle der arteriellen Hypertonie ist ein wichtiger Schritt zur Vermeidung schwerwiegender Zustände wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Viele Menschen sind sich jedoch nicht bewusst, dass selbst natürliche Vitamine und Kräuterpräparate die Behandlung erschweren oder den Blutdruck erhöhen können. Die Apothekerin Kirstin Gill weist auf fünf Nahrungsergänzungsmittel hin, die bei hohem Blutdruck mit besonderer Vorsicht zu genießen sind.
1. Hohe Dosen von Vitamin D
Vitamin D ist notwendig für die Gesundheit der Knochen und des Immunsystems, aber sein Überschuss kann giftig sein. Eine Einnahme von mehr als 10.000 IE pro Tag kann zu einer Mineralstoffanreicherung im Blut (Hyperkalzämie) führen, die Blutgefäße schädigt und den Blutdruck erhöht. Hohe Dosen von Vitamin D können auch die Wirksamkeit von Diuretika verringern, die häufig Hypertonikern verschrieben werden.
2. Süßholz (Lakritze)
Diese Pflanze ist häufig in Tees, Süßigkeiten und Hustenmitteln zu finden, kann aber gefährlich für das Herz-Kreislauf-System sein. Glycyrrhizinsäure im Süßholz führt dazu, dass der Körper Natrium zurückhält und Kalium ausscheidet. Dies führt zu einem Ungleichgewicht der Elektrolyte, was zu plötzlichen Druckschwankungen führt. Die Kombination von Lakritze mit Diuretika kann zu einem kritischen Kaliumdefizit führen.
3. Johanniskraut
Johanniskraut ist bekannt als natürliches Antidepressivum, hat für Menschen mit Hypertonie jedoch eine andere Gefahr. Diese Pflanze beeinflusst die Leberenzyme, die für den Abbau von Medikamenten verantwortlich sind. Infolgedessen wird die Wirksamkeit von blutdrucksenkenden Medikamenten, wie Nifedipin oder Verapamil, deutlich verringert. Patienten können weiterhin Medikamente einnehmen, aber ihre Wirkung kann durch das Ergänzungsmittel blockiert werden.
4. Arnika
Obwohl Arnika bei äußerlicher Anwendung zur Behandlung von Blutergüssen und Schwellungen nützlich ist, wird die Einnahme in Tabletten- oder Tropfenform dringend abgeraten. Die orale Einnahme von Arnika kann schwerwiegende Herzmuskelverletzungen, Übelkeit, Durchfall und einen plötzlichen Anstieg des Blutdrucks verursachen. Experten raten dazu, diese Pflanze nur äußerlich auf unbeschädigter Haut zu verwenden.
5. Bitterorange
Dieses Nahrungsergänzungsmittel wird häufig in Diät- und Sporternährungsprogrammen aufgrund des Gehalts an Synephrin verwendet, das ähnlich wie Ephedrin wirkt, das aufgrund des hohen Risikos von Herzerkrankungen verboten ist. Bitterorange aktiviert das Nervensystem, erhöht die Herzfrequenz und verengt die Blutgefäße, was die Risiken für Menschen mit Hypertonie erhöht.
Jeder Organismus reagiert unterschiedlich auf biologisch aktive Ergänzungen, und dies hängt vom Alter, der Genetik und dem Gesundheitszustand ab. Bevor Sie neue Ergänzungen in Ihre Ernährung einführen, sollten Sie sich unbedingt mit einem Arzt beraten. Nur ein Fachmann kann die Verträglichkeit mit Ihren Medikamenten beurteilen und sichere Dosierungen empfehlen.
Im Kontext des modernen Lebens ist es wichtig, sich der Folgen bewusst zu sein, die sogar natürliche Ergänzungen mit sich bringen können. Das Bewusstsein über potenzielle Risiken hilft, wohlüberlegte Entscheidungen für die eigene Gesundheit zu treffen. Dies ist besonders relevant für Menschen mit hohem Blutdruck – sie sollten bei der Auswahl von Ergänzungen und Heilmitteln besonders vorsichtig sein.
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